Mit digitalen Tools raus aus der Krise

Datum
03.07.2020

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) zeigt auf, wie digitale Anwendungen Gastronomen oder Einzelhändlern im Pandemie-Alltag helfen können.

Für solche Tools haben IT-Anbieter und Unternehmen unter Moderation des DIHK gemeinsam einen Orientierungsrahmen entwickelt. Dabei stehen Gesundheitsschutz und Freiwilligkeit ganz oben auf der Agenda. Mithilfe entsprechender Anwendungen sollen Kunden im Einzelhandel ein Einkaufserlebnis ohne Anstehen genießen oder Besucher von Freizeitaktionen rechtzeitig einen Platz buchen können. Zentrale Punkte hierfür sind dem neuen Orientierungsrahmen zufolge, dass die entsprechenden Anwendungen vom Kunden freiwillig genutzt werden und dass ihr Einsatz einfach - auch ohne Smartphone direkt vor Ort - erfolgen kann. Für ein flexibles Agieren ist außerdem die Verfügbarkeit von anonymen Echtzeitdaten entscheidend.

Die Anbieter sind sogar bereit, ihre Systeme für ihre Wettbewerber zu öffnen. Denn eine breite Nutzung gelingt nur, wenn die verschiedenen Angebote miteinander kommunizieren können. Beispiele gibt es genug. So können die Optimierung von Geschäftsabläufen und die Vernetzung vor Ort wichtige Zusatznutzen sein: Einsatzpläne lassen sich auf Basis von Prognosedaten optimieren, oder der Friseurkunde erfährt beim Abschlussblick in den Spiegel, wo er das passende Outfit zum neuen Style findet. Diese IT-Lösungen wirken auch über Handel und Tourismus hinaus. Beispielsweise könnten die Event-Branche oder Logistiker ebenfalls profitieren, indem sie sich neue Geschäftsfelder erschließen und zum Beispiel die Abwicklung des Ticketing übernehmen oder neue lokale Lieferbeziehungen aufbauen.

Eine Liste von Anbietern entsprechender Lösungen bieten die Industrie- und Handelskammern. Zwölf Punkte, die bei der Auswahl zu beachten sind, hat der DIHK in seinem digitalen Orientierungsrahmen zusammengestellt.