Gründerinnen haben 2019 aufgeholt

Datum
10.12.2020

Die Gründungsquote bei Frauen hat sich im Jahr 2019 gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt.

Laut der vom RKW Kompetenzzentrum und der Leibniz Universität Hannover durchgeführten Studie „Global Entrepreneurship Monitor (GEM) 2019/20“ gründeten immer mehr Frauen. Bisher waren Selbständigkeit und Existenzgründung eher eine Männerdomäne - aber das wandelt sich nun. Die Gründungsquote bei Frauen hat sich in 2019 gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt. Vor allem bei Gründungen in den Bereichen Gesundheit und Bildung sind Frauen Vorreiterinnen. Wird dieser Trend nun durch Corona ausgebremst? Oder eröffnen sich mit der Krise auch Chancen - insbesondere für Gründerinnen?

Durch innovative Produkte, Services und Geschäftsmodelle können Gründerinnen wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt sowie Arbeitsplätze in attraktiven Bereichen und Branchen schaffen. Und insbesondere in Zusammenhang mit der Corona-Krise ist die starke Präsenz von Start-up-Gründerinnen im Gesundheits- und Bildungswesen bezeichnend: Mehr als 40 Prozent aller Gründungen (oder anstehenden Gründungen) durch Frauen passieren in diesen beiden Branchen. Gründerinnen sind daher ein elementarer Treiber medizinischer Innovationen und der Digitalisierung des Bildungssystems in Deutschland. Um diesen Trend weiter zu unterstützen, müssen Berufe in der Pflege und der frühen Bildung sowie der sozialen Arbeit, in denen der Frauenanteil traditionell sehr hoch ist, aufgewertet werden - etwa durch die Verbesserung der Arbeitsbedingungen sowie der Verdienst- und Entwicklungsmöglichkeiten.