Start-ups im internationalen Vergleich

Datum
30.01.2019

Germany Trade and Invest hat eine Studie über die Start-up Ökosysteme in 15 Ländern untersucht.

Vom Trendwort zur etablierten Unternehmensform: In immer mehr Ländern nimmt die Zahl der Start-up-Gründungen zu. Je nach Land haben sich die Ökosysteme allerdings unterschiedlich entwickelt. Auch die Fördermechanismen wurden stark an die Bedürfnisse der Staaten ausgerichtet. In Sachen Start-ups setzen die USA weiterhin die Maßstäbe. Das Phänomen dabei: Der Staat hält sich weitgehend zurück. Die Herausbildung, Förderung und Finanzierung von Start-ups vollzieht sich auf rein privater Basis. Auf dem restlichen Kontinent ist die letzten Jahre ebenfalls viel Bewegung in die Start-up-Szene gekommen: Die Zahl der Start-ups nimmt in Mexiko drastisch zu, wie besonders die prosperierende Fintech-Branche zeigt. Zwischen 2015 und 2017 konnten 32 Unternehmen jeweils über vier Millionen US-Dollar an Risikokapital einsammeln. Ein ähnliches Bild zeigt sich in Brasilien. Start-ups werden auf dem schwierigen Arbeitsmarkt zunehmend zur lukrativen Option. Einen regelrechten Hype erleben auch hier Fintechs, die von der Zentralbank sogar die Erlaubnis erhalten haben, kleine Kredite zu gewähren, um den Wettbewerb im Bankensektor zu beleben.

In Asien ist Chinas Start-up-Szene ist in den vergangenen fünf Jahren geradezu explodiert. Im Vergleich zu den USA wird das Risikokapital zu einem großen Teil vom Staat bereitgestellt. Jeden Tag werden allein in den rund 160 Hightech-Zonen des Landes rund 1.000 neue Firmen registriert - die meisten davon sind Start-ups.

Nicht zuletzt hat auch Europa einige Erfolgsgeschichten im Bereich Start-ups zu bieten. Amazons Sprachassistent Alexa beispielsweise kommt aus Danzig in Polen. Die Regierung hat das Potenzial von Start-ups erkannt und investiert kräftig: Rund 660 Millionen Euro will das Land über einen Fonds in den polnischen Risikokapitalmarkt investieren. In der Schweiz hat sich in den letzten Jahren ebenfalls eine lebhafte Start-up-Szene entwickelt. Die Hochschulen gelten als erstklassige Start-up-Schmieden, das Land bietet innovativen Gründern aus dem Ausland gute Rahmenbedingungen. Auch hier sprechen die Zahlen für sich: Im ersten Halbjahr 2018 konnten schweizerische Start-ups insgesamt 415 Millionen Euro einsammeln, eine nahezu dreifache Steigerung zum gleichen Zeitraum im Jahr zuvor. Die Studie liegt zum Download vor.