Neue Studie zu Mittelstand und Cyberkriminalität

Datum
15.06.2020

Längst stehen nicht mehr nur Großunternehmen im Fadenkreuz von Hackern und Cyberkriminellen, auch Mittelständler geraten zunehmend ins Visier.

Gerade für sie können Cyber-Angriffe besonders schnell zu existenzbedrohenden Situationen führen. Dennoch ist einem großen Teil des deutschen Mittelstandes die Bedrohungslage nicht vollständig bewusst. Das ist eines der Ergebnisse der Studie „Cyber Security im Mittelstand“ der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte.

Insgesamt 42 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, dass das Thema Cyber Security für sie eine lediglich mittlere bis sehr niedrige Priorität besitzt. Nur etwas mehr als die Hälfte (53 Prozent) der befragten Manager, Managerinnen und Gesellschafter ist zudem der Meinung, dass Cyber-Risiken eine hohe bzw. sehr hohe Bedeutung für die Unternehmenssteuerung haben. Mit Blick auf das spezifische Know-how, über das vor allem kleine und mittlere Unternehmen verfügen, kann sich mangelndes Problembewusstsein als folgenschwer erweisen. Denn aufgrund der hohen Zahl angemeldeten Patenten sind Mittelständler ein Angriffsziel. Die Mittelständler selbst befürchten zu 57 Prozent, dass ihre Reaktionszeit bei Angriffen zu langsam sein könnte. Und gut die Hälfte weiß nicht, wie sie Cyber-Risiken finanziell bewerten sollen.