Lockerungen für Start-up Coronahilfen möglich

Datum
21.07.2020

Eine gute Nachricht für Start-ups, die drei Jahre alt oder älter sind, kommt aus Brüssel.

Die EU will es jungen Unternehmen erleichtern, die Corona Hilfen der Säule II der Bundesregierung in Anspruch zu nehmen. Dies ergibt sich aus der dritten Änderung des EU-Rahmens für staatliche Coronahilfen an die Wirtschaft.

Hintergrund ist, dass staatliche Hilfen an Unternehmen, wie Zuschüsse oder Fördermaßnahmen, nur dann gewährt werden dürfen, wenn sich diese Unternehmen nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden. Dies wird u.a. bereits dann angenommen, wenn das Kapital zu mehr als der Hälfte durch aufgelaufene Verluste aufgezehrt worden ist. Nach der neuen Regelung wird für staatliche Corona Hilfen an alle kleinen und Kleinstunternehmen befristet bis 31.12.2020 eine Erleichterung möglich. Diese müssen erst dann „als Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten“ eingestuft werden, wenn sie am 31. Dezember 2019 Gegenstand eines Insolvenzverfahrens waren oder Rettungs- oder Umstrukturierungsbeihilfen erhalten haben, die noch laufen.

Als kleine und Kleinstunternehmen gelten solche, die bis zu 49 Mitarbeiter beschäftigen und deren Jahresumsatz oder Bilanz bis zu zehn Millionen Euro beträgt. Im Ergebnis werden damit Start-ups, die drei Jahre oder älter sind, den jüngeren Start-ups gleichgestellt, für die diese Erleichterung schon immer galt.