Gründungen durch Migranten in Deutschland leicht rückläufig

Datum
04.12.2019

Das RKW-Kompetenzzentrum hat im Global Entrepreneurship Monitor (GEM) die Gründungen von Migranten und Migrantinnen untersucht.

Die Daten des GEM zeigen, dass Gründungen durch Migranten und Migrantinnen einen wichtigen Beitrag zum Gründungsgeschehen in Deutschland leisten. Migranten im Sinne dieser Untersuchung sind Personen, die angeben, nicht in dem jeweiligen Land, in dem die Befragung durchgeführt wurde, geboren zu sein. 2018 lag die Gründungsquote von Migranten (4,4 Prozent der 18 bis 64jährigen Migranten) erstmals seit 2010 unter dem Referenzwert der Nicht-Migranten in Deutschland (4,8 Prozent). Sollte dieser Wert in den nächsten Jahren nicht wieder ansteigen, wird sich das gesamte Gründungsniveau in Deutschland voraussichtlich weiter abschwächen. Denn die GEM-Daten zeigen auch: Länder, die durch Einwanderung geprägt sind, weisen überdurchschnittliche Gründungsquoten auf. Beispielsweise sind viele Gründerinnen und Gründer erfolgreicher Technologieunternehmen aus dem Silicon Valley, wie Google, Tesla oder eBay, nicht in den USA geboren.