GEM-Sonderauswertung: Gründerinnen

Datum
28.01.2020

Das RKW Kompetenzzentrum hat den Global Entrepreneurship Monitor im Hinblick auf das Gründungsverhalten von Frauen ausgewertet.

In Deutschland gründen immer noch deutlich weniger Frauen als Männer ein Unternehmen. Auf eine Gründerin kamen in Deutschland 2018 zwei Gründer. Das zeigt der Global Entrepreneurship Monitor (GEM) 2018/2019, den das RKW Kompetenzzentrum in Kooperation mit dem Institut für Wirtschafts- und Kulturgeographie der Leibniz Universität Hannover durchführt. Doch warum gibt es in Deutschland nur halb so viele weibliche wie männliche Gründer?

Lediglich 36 Prozent der im Rahmen der GEM-Studie befragten Experten sagen, dass in Deutschland eine gute soziale Infrastruktur mit ausreichenden Betreuungsmöglichkeiten für Kinder existiert. Daher haben insbesondere Frauen häufig Schwierigkeiten, das private und berufliche Leben unter einem Hut zu bekommen. Aus Angst vor dieser Unvereinbarkeit von Kind und Karriere entscheiden sich viele Frauen daher gegen den Schritt in die Selbständigkeit. Zudem umwerben viele etablierte Unternehmen derzeit potenzielle Mitarbeiterinnen mit familienfreundlichen Arbeitszeiten und hohen Gehältern. Ein weiterer Grund für die geringere Gründungsquote von Frauen liegt darin, dass viele Start-ups aus technischen Studiengängen heraus gegründet werden, da diese ein gutes Umfeld für die Entwicklung technologieintensiver Geschäftsideen bieten.