Deutsche Unternehmen haben sich auf den Brexit eingestellt

Datum
05.01.2021

Eine aktuelle Studie zeigt wirtschaftliche Auswirkungen des Austritts des Vereinigten Königreichs aus dem EU-Binnenmarkt.

Das Ausscheiden des Vereinigten Königreichs aus dem EU-Binnenmarkt hat in Verbindung mit einem umfassenden Freihandelsabkommen deutlich geringere Auswirkungen auf die Wirtschaft in Deutschland, der Europäischen Union und im Vereinigten Königreich als in einem Szenario ohne Freihandelsabkommen.

Zu diesem Ergebnis kommt eine veröffentlichte Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Die Studie zeigt auch, dass sich die Auswirkungen des Brexits auf das deutsche BIP bereits realisiert haben, da der Handel mit dem Vereinten Königreich in Erwartung des Brexits seit geraumer Zeit rückläufig ist.

Das BMWi hatte das ifo-Institut, München, in Kooperation mit dem Institut für Weltwirtschaft, Kiel, mit der Aktualisierung der Studie „Ökonomische Effekte eines „Brexit“ auf die deutsche und europäische Wirtschaft“ aus dem Jahr 2017 beauftragt. Die Studie untersucht die wirtschaftlichen Auswirkungen des Austritts des Vereinigten Königreichs aus der EU in zwei Szenarien: mit einem tiefen und umfassenden Abkommen über das zukünftige Verhältnis sowie ohne ein Abkommen. Die Studie bietet auch eine deskriptive Analyse der Handels- und Wertschöpfungsverflechtungen sowie deren Veränderungen seit dem Brexit-Referendum 2016.