Rentabilitätsplan und der Liquiditätsplan: Brutto oder Nettosummen?

Frage

Für eine Gründung wird ein KfW-Kredit über 30.000 Euro benötigt. Der Rentabilitätsplan und der Liquiditätsplan sind fast fertig. Folgendes Problem tut sich auf: In der Rentabilität werden die Summen NETTO gerechnet. Unsere Rechnung basiert aber auf 30.000 Euro BRUTTO (Kapitalbedarf). Auf den Wert komme ich auch im Liquiditätsplan (inkl. MwSt.). Ich kann jetzt aber doch nicht im Rentabilitätsplan die MwSt. einfach raus rechnen (oder doch?). Denn dann komme ich ja auf eine niedrigere Summe als 30.000 Euro. Eine vielleicht blöde Frage - aber ist der Kredit über 30.000 Euro NETTO oder BRUTTO? Oder ist das ein Denkfehler?

Antwort

Die Berechnung des Kredites sollte die Umsatzsteuer für die geplanten Tätigkeiten Ihrer Gründung berücksichtigen - außer Sie verfügen selbst über die liquiden Mittel, die Umsatzsteuer bis zur Rückzahlung durch das Finanzamt durch Ihr Gründungsvorhaben zu tragen, denn dann würde sich natürlich die Darlehenshöhe entsprechend reduzieren. Der Kredit per se ist weder brutto noch netto, er geht vollständig in das liquide Kapital Ihres Unternehmens ein. Nur die Investitionen, die mit dem Kredit tätigen möchten, sind netto oder brutto. Gute Planungstools weisen bei den zu tätigenden Investitionen sowohl Brutto- als auch Nettohöhen aus.

Quelle:
Christian Wewezow
Stellvertretender Bundesvorsitzender 2013
Wirtschaftsjunioren Deutschland e.V.
April 2013