Export nach Indien: Bürgschaften?

Frage

Wir benötigen für ein Exportgeschäft von Maschinen nach Indien nun Bürgschaften, die bei unserer Hausbank als Rückbürgschaften für Vertragserfüllungsbürgschaften und Anzahlungsbürgschaften dienen, die wir im Rahmen des Auftrages an ein indisches Staatsunternehmen ausreichen müssen. Wie lässt sich dies bewerkstelligen?

Antwort

Zur Absicherung der mit Exportgeschäften verbundenen wirtschaftlichen und politischen Risiken des Zahlungsausfalls können Exportkreditgarantien des Bundes zur Förderung des deutschen Exports in Anspruch genommen werden.

Aufgrund der unterschiedlichen Exportgeschäfte besteht ein breites Spektrum verschiedener Deckungsmöglichkeiten. Dabei wird zwischen der Absicherung von Risiken vor bzw. nach Versand der Ware, nach der Laufzeit der Kredite sowie dem ausländischen Vertragspartner unterschieden.

Ist der ausländische Kunde eine Privatperson oder eine nach zivil- oder handelsrechtlichen Vorschriften organisierte Gesellschaft, übernimmt die Bundesregierung die Deckung in Form einer Ausfuhrgarantie. Handelt es sich dagegen um den Staat oder um eine Körperschaft des öffentlichen Rechts als Besteller oder haftet eine derartige Institution aufgrund eines Gesetzes oder durch Garantieübernahme für einen privaten Käufer, übernimmt die Bundesregierung die Deckung in Form einer Ausfuhrbürgschaft.

Exporteure und kreditgebende Banken richten Anträge auf Indeckungnahme an die
Euler Hermes Aktiengesellschaft
Exportkreditgarantien der Bundesrepublik Deutschland
Gasstraße 27
22761 Hamburg
Tel. (0 40) 88 34-90 00
Fax (0 40) 88 34-91 41
E-Mail: info@exportkreditgarantien.de

Antragsformulare, Produktinformationen, Allgemeine Bedingungen und ein Entgeltberechnungs-Tool finden Sie im Internet.

Quelle: Holger Richter
BMWi-Förderberatung
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Tel.: 03018 615-8000
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August 2019