E-Business und Digitalisierung 4.0

Die Digitalisierung bietet kleinen und mittleren Unternehmen jede Menge Chancen. Der schnelle und einfache Austausch von Daten ist die Basis neuer Produktions- und Geschäftsprozesse.

Ein Mann zeigt einer Frau und einem Mann etwas an zwei großen Computerbildschirmen.

Die Folge ist: Neue Produkte können schneller hergestellt, Dienstleistungen schneller bereitgestellt und Kundenwünsche besser berücksichtigt werden. Ideen für neue Geschäftsfelder und Services entstehen. Mittelstand 4.0 steht dabei für die Digitalisierung und Vernetzung in allen Branchen des Mittelstands: von der Industrie über Handwerk und Handel bis hin zu Dienstleistungen. Industrie 4.0 beinhaltet insbesondere die intelligente Verzahnung von Menschen, Maschinen und industriellen Prozessen dank moderner Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT).

Digitale Geschäftsprozesse

Viele der digitalen Anwendungen im unternehmerischen Bereich sind bereits unter dem Begriff E-Business bekannt. E-Business bzw. digitale Geschäftsprozesse umfassen alle unternehmerischen Abläufe, die mit Unterstützung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) über Hardware wie Computer, Tablets und Smartphone sowie entsprechende Software online abgewickelt werden.

Digitale Geschäftsprozesse finden statt mit

  • Konsumenten (Business-to-Consumer, B2C)
  • Unternehmen (Business-to-Business, B2B)
  • öffentlichen Einrichtungen (Business-to-Administration, B2A)
  • Mitarbeitern (Business-to-Employee, B2E)

Vorteile für kleine und mittlere Unternehmen

Die Digitalisierung bietet kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) drei entscheidende Vorteile:

  • Optimierung von Geschäftsprozessen: Digitalisierte Geschäftsprozesse betreffen zum Beispiel die Geschäftsanbahnung und -abwicklung, Einkauf und Verkauf, Marketing und Werbung oder Kundenservice. Beispiel: Warenbestellungen durch Unternehmenskunden können erheblich vereinfacht und beschleunigt werden, indem sie in deren Bestell- oder Liefersysteme integriert werden.
  • Aufhebung von räumlicher Trennung: Durch eine standortübergreifende Vernetzung von Geschäftsbereichen und den Einsatz von gemeinsam genutzter Software (Groupware) verlieren räumliche Distanzen an Bedeutung. Unternehmen können neue Arbeitsmöglichkeiten schaffen, etwa durch die Bildung von ortsunabhängigen Arbeitsteams oder durch die Anbindung von Home-Offices an das Firmennetz.
  • Aufhebung von zeitlichen Beschränkungen: Zeitliche Beschränkungen (z.B. Ladenschlusszeiten) werden außer Kraft gesetzt. Online-Shops sind weltweit, an 365 Tagen im Jahr und rund um die Uhr geöffnet.

Unterstützung für kleine und mittlere Unternehmen

Im Rahmen der Mittelstand 4.0 Initiative gibt es regionale Kompetenzzentren, die kleine und mittlere Unternehmen bei allen Digitalisierungsfragen unterstützen. Sie unterstützen praxisnah und decken alle Themen entlang der Wertschöpfungskette ab. Die Bandbreite reicht von Arbeitsorganisation und Digitalisierungsstrategien über die intelligente Produktion und IT-Sicherheit bis hin zu Rechtsfragen und Standardisierung.

Zusätzlich bieten sechs thematische Zentren mit jeweils mehreren regionalen Standorten und Schaufenstern gezielt Hilfe für einzelne Branchen an: Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk, sowie die Mittelstand 4.0-Kompetentenzzentren Planen und Bauen, eStandards, Usability, Textil vernetzt und IT-Wirtschaft.

Die vier Mittelstand 4.0-Agenturen bereiten Fachwissen zu den Themen Cloud-Computing, Handel, Kommunikation und Prozesse auf. In Form von Publikationen, Webinaren und Erklärfilmen sowie in Workshops wird dieses Know-how den Kompetenzzentren und anderen Multiplikatoren wie Industrie- und Handelskammern oder Weiterbildungsstätten zur Verfügung gestellt.

Förderung für KMU

Der Bund unterstützt die Digitalisierung in kleinen und mittleren Unternehmen, die seit mindestens zwei Jahren am Markt sind, mit dem ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit.

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