2. Gründungsumfeld verbessern

Für Gründerinnen und Gründer gibt es zahlreiche und vielfältige Informationen und Beratungsangebote der EU, des Bundes, der Länder und regionaler Einrichtungen.


Insbesondere die Kammern, zahlreiche Netzwerke und Initiativen vor Ort bieten individuelle Beratung und stehen als erster Ansprechpartner bereit. Viele Gründerinnen und Gründer wünschen sich über Informations- und Beratungsangebote hinaus weniger Bürokratie und mehr digitale Prozesse bei Beratungs- und Förderleistungen.

  • Zentrale Gründerplattform für Gründungsvorbereitung und -finanzierung ausbauen
    Auf der im April 2018 von uns gemeinsam mit der KfW gestarteten Gründerplattform www.gruenderplattform.de können Start-ups ihr Gründungsvorhaben interaktiv vorbereiten. Hier finden sie auch einen leichteren Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten. Mittelfristig werden wir weitere Partner auf der Plattform einbinden und zusätzliche Angebote, etwa zum Bereich Unternehmensnachfolge, bereitstellen.
  • Die digitale Gründung voranbringen
    Wir werden Gründungsverfahren bündeln und digitalisieren und durch Optimierung der Verwaltungsprozesse das Gründungsverfahren insgesamt erleichtern. In absehbarer Zeit sollen auch Online-Gründungen möglich sein. Voraussetzungen dafür sind das Onlinezugangsgesetz, das Bund und Länder dazu verpflichtet, alle Dienstleistungen online im Portalverbund anzubieten sowie die EU-Verordnung für ein einheitliches digitales Zugangstor. Darüber hinaus prüfen wir derzeit, wie die Verwaltung Gründerinnen und Gründer mit digitalen Verfahren noch besser unterstützen kann.
  • Bürokratie abbauen
    Gründerinnen und Gründer sollen in der Frühphase nicht mit gesteigerten bürokratischen Anforderungen belegt werden. Sie sollen sich vielmehr auf das Wesentliche konzentrieren können: ihr Geschäft, Innovationen, Arbeitsplätze und Ausbildung. Das BMWi setzt sich für die Einführung der vierteljährlichen statt monatlichen Umsatzsteuervoranmeldung für Gründerinnen und Gründer ein. Darüber hinaus sollen im Rahmen des Bürokratieentlastungsgesetzes III weitere Entlastungen für die Wirtschaft umgesetzt werden.
  • Innovationen in Reallaboren ermöglichen
    Wir werden den Geist des Austestens und Experimentierens in der unternehmerischen Praxis und der Verwaltung stärken. Reallabore als zeitlich und räumlich begrenzte Testräume für Innovation und Regulierung schaffen Spielräume, um innovative Technologien und Geschäftsmodelle im Zusammenhang mit Regulierung zu erproben. Hierzu sind auch ein breites Netzwerk und ein enger Austausch zwischen Wirtschaft und Verwaltung entscheidend. Im Energiebereich sollen „Reallabore der Energiewende“ mit dem kürzlich verabschiedeten 7. Energieforschungsprogramm als neue Säule der Forschungsförderung etabliert werden.
  • Inanspruchnahme professioneller Unternehmensberatung fördern
    Neugegründete Unternehmen sowie Unternehmensnachfolgen erhalten einen Zuschuss zu den Beratungskosten von 50 Prozent (80 Prozent in den strukturschwächsten Regionen). Förderfähig sind allgemeine Beratungen zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen in der Startphase sowie zur Unternehmensführung und Fachkräftegewinnung. Darüber hinaus werden zielgruppenspezifische Beratungen, zum Beispiel von Frauen sowie Migrantinnen und Migranten, gefördert.
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