Kapitel 3: Die Planung // 3.1.

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Auf geht's!

Richtig!

Sie brauchen zuerst ein klares und überzeugendes Konzept.

Die Frage lautete:

Das ist nicht richtig!

Sie brauchen zuerst ein klares und überzeugendes Konzept.

Die Frage lautete:

Sie haben sich für die berufliche Selbständigkeit entschieden. Eine Geschäftsidee haben Sie auch. Gut! Aber wie geht es jetzt weiter?

  • Sie brauchen zuerst ...

[Hinweis: Bitte wählen Sie diejenige der Alternativen aus, die Sie als richtig erachten!]

Kapitel 3: Die Planung // 3.1.

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Der Businessplan

Die Gründerperson/en

Sind Sie auch wirklich für eine beruflich selbständige Tätigkeit geeignet? Prüfen Sie Ihre Fähigkeiten und Ihr Know-how auf Herz und Nieren.

  • Welche Qualifikationen/Berufserfahrungen haben Sie?
  • Über welche kaufmännischen Kenntnisse verfügen Sie?
  • Kennen Sie Ihre Stärken und Schwächen?
  • Bei mehreren Gründern: Aus welchen Personen setzt sich das Gründungsteam zusammen?

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Der Businessplan

Die Geschäftsidee: Produkt/Dienstleistung

Prüfen Sie, ob Ihre Geschäftsidee mehr als nur eine "fixe" Idee ist. Hinterfragen Sie Ihre Idee ganz konkret! Beantworten Sie sich gewissenhaft die folgenden Fragen zu Ihrer Geschäftsgründung!

  • Wie lautet Ihre Geschäftsidee?
  • Was ist das Besondere an Ihrer Geschäftsidee?
  • Was ist das Besondere an Ihrem Produkt/Ihrer Dienstleistung?
  • Welche Voraussetzungen müssen bis zum Unternehmensstart erfüllt werden, um Ihr Angebot startklar zu machen?
  • Wie lautet Ihr Unternehmensziel?

Kapitel 3: Die Planung // 3.1.

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Der Businessplan

Der Markt: die Kunden

Sie wollen mit Ihrem Unternehmen etwas verkaufen, ein Produkt oder eine Dienstleistung. Die Frage ist: Gibt es dafür Kunden?

  • Wer sind Ihre Kunden?
  • Wo sind Ihre Kunden?
  • Welches Konsumverhalten, Einkommen, Alter usw. haben diese Kunden?
  • Was sind die Wünsche dieser Kunden?
  • Wie groß ist das Marktvolumen dieser Kunden?
  • Sind Sie eventuell von wenigen Großkunden abhängig?

Kapitel 3: Die Planung // 3.1.

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Der Businessplan

Der Markt: die Konkurrenz

Wahrscheinlich sind Sie nicht der einzige Anbieter auf dem Markt, sondern müssen sich gegen verschiedene Konkurrenten durchsetzen.

Je besser Sie Ihre Konkurrenz kennen, desto besser können Sie sich auf dem Markt behaupten.

  • Wer sind Ihre Konkurrenten?
  • Können Sie preisgünstiger sein als die Konkurrenz?
  • Was kostet Ihr Produkt / Ihre Dienstleistung bei der Konkurrenz?
  • Wie könnte die Konkurrenz reagieren? Und wie reagieren Sie auf die Konkurrenz?
  • Welchen Service bietet die Konkurrenz?

Kapitel 3: Die Planung // 3.1.

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Der Businessplan

Organisation/Mitarbeiter

Auch bei einem kleinen Unternehmen muss die Organisation stimmen. Bedenken Sie, dass Sie nicht alles allein erledigen können und beziehen Sie ggf. Sekretariats-, Buchführungsdienste oder andere externe Dienstleister mit ein.

  • Wer ist für was zuständig?
  • Wie können Sie ein sorgfältiges Controlling sicherstellen?
  • Werden Sie Mitarbeiter einstellen?
  • Welche Art von Arbeitsverhältnissen planen Sie (Aushilfen, Minijobs, Teilzeit-/Vollzeitstellen, befristete Arbeitsverhältnisse)?
  • Welche Qualifikation sollten Ihre Mitarbeiter haben?
  • Wo und wie werden Sie Ihre Mitarbeiter finden?

Kapitel 3: Die Planung // 3.1.

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Der Businessplan

Die Rechtsform

Ob Einzelunternehmen, Personen- oder Kapitalgesellschaft. Die Rechtsform ist das Gerüst Ihres Unternehmens und sollte gut überlegt sein.

  • Für welche Rechtsform werden Sie sich entscheiden und aus welchen Gründen?

Um Ihre Entscheidungsfindung zu unterstützen, befasst sich das Kapitel 3.3 ausführlich mit der Frage nach der geeigneten Rechtsform.

Kapitel 3: Die Planung // 3.1.

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Der Businessplan

Chancen und Risiken

Prüfen Sie, ob Ihr geplantes Unternehmen langfristige Marktchancen hat. Lassen Sie sich dabei nicht von Wunschdenken leiten. Stützen Sie sich auf verlässliche Daten.

Informationsquellen sind die Statistischen Ämter, die Branchenmeldungen der Verbände, Kammern und Fachzeitschriften.

  • Wie könnte die Entwicklung in der Branche aussehen?
  • Wie wird sich die Nachfrage nach Ihrem Angebot entwickeln? Ist es jetzt in Mode, bald nicht mehr?
  • Wie lange können Sie einen Vorsprung durch einen zusätzlichen Nutzen, eine zusätzliche Leistung oder die besondere Attraktivität Ihres Unternehmens halten?
  • Gibt es vergleichbare Branchen, an denen Sie sich orientieren können?

Kapitel 3: Die Planung // 3.1.

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Der Businessplan

Das Marketing

Das Marketing besteht aus vier Elementen:

Angebot
Ihre Aufgaben:
  • Welche Nutzen hat Ihr Angebot für Ihre Kunden?
  • Was ist das Besondere daran (Alleinstellungsmerkmal)?
Preis
Beschreiben Sie, welche Preisstrategie Sie verfolgen:
  • Zu welchem Preis wollen Sie Ihr Produkt/Ihre Dienstleistung anbieten?
  • Welche Kalkulation liegt diesem Preis zugrunde?
  • Wie begründen Sie Ihre Preisstrategie?
Vertrieb
Beschreiben Sie, welche Vertriebswege Sie nutzen möchten:
  • Welche Zielgebiete steuern Sie an?
  • Welche Absatzgrößen steuern Sie in welchen Zeiträumen an?
  • Welche Vertriebspartner werden Sie nutzen?
  • Welche Kosten entstehen durch den Vertrieb?
Werbung
Welche Werbemaßnahmen planen Sie?
  • Wie erfahren potenzielle Kunden von Ihrer Geschäftseröffnung?
  • Welche laufenden Werbemaßnahmen planen Sie wann?
  • Welche Unterstützung, welches Know-how beziehen Sie bei Ihren Werbeaktivitäten mit ein?

Entscheidend ist das richtige Zusammenspiel dieser vier Elemente. Der Vertrieb ist dabei besonders wichtig. Damit legen Sie fest, wie Sie Ihr Angebot "an den Mann" bringen wollen.

Kapitel 3: Die Planung // 3.1.

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Infotipp

BMWi-Infoletter "GründerZeiten" Nr. 7: "Businessplan"

Was ist ein Businessplan? Auf welche Inhalte kommt es an? Hilfen zu diesen Fragen und vieles mehr finden Sie in dieser Ausgabe der Gründerzeiten.

Download und Bestellmöglichkeit: BMWi-Existenzgründungsportal

Businessplan erstellen

Das BMWi-Existenzgründungsportal unterstützt Sie bei der Vorbereitung und Ausarbeitung Ihres Businessplans.

www.existenzgruender.de

BMWi-Businessplan

Der BMWi-Businessplan ist ein Online-Tool, das Sie Schritt für Schritt zu ihrem Businessplan führt.

www.existenzgruender.de

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Der Standort: Kunden, Kosten ...

Für die Wahl des richtigen Unternehmensstandortes sollten Sie u.a. die folgenden Fragen berücksichtigen:

  • Gibt es genügend Kundschaft?
  • Wie stark ist die Konkurrenz?
  • Verkehrsanbindung: Können Sie Kunden und Lieferanten problemlos erreichen?
  • Wie ist die Versorgung mit Waren, Verbrauchsgütern und Energie?
  • Finden Sie in der Nähe geeignetes Personal?
  • Kosten: Wie hoch sind Mieten und kommunale Abgaben?
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Der Standort: Kunden, Kosten ...

Viele gewerbe- und baurechtliche Verordnungen und Gesetze sind nicht bundeseinheitlich geregelt. Erkundigen Sie sich deshalb bei der zuständigen Gemeinde (Bauplanungsamt), wie das Gebiet, in dem Sie die Gründung Ihres Betriebes planen, im Bebauungsplan ausgewiesen ist.

Berücksichtigen Sie die behördlichen Auflagen. Eine Gründung im Gewerbe- oder Industriegebiet ist unter baurechtlichen Gesichtspunkten in der Regel nicht gefährdet. Eine Ansiedlung im Wohn- oder Mischgebiet kann mit hohen Auflagen verbunden oder sogar unmöglich sein.

Tipp

Bringen Sie in Erfahrung, ob es am Standort ein Technologie- und Gründerzentren gibt. Überprüfen Sie die Möglichkeit, sich dort niederzulassen.

Je nach Branche werden die für die Standortwahl wichtigen Faktoren unterschiedlich bewertet. Handels- und Dienstleistungsgewerbe benötigen z. B. meist einen absatzorientierten Standort, d. h. die Kundennähe ist unbedingt zu berücksichtigen.

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Standort bewerten

Stehen mehrere Standorte zur Auswahl, hilft eine einfache Methode zur Bewertung.

Bewerten Sie in der Checkliste auf der nächsten Seite zuerst die einzelnen Standortfaktoren nach ihrer Wichtigkeit. Vergeben Sie dazu je eine Gewichtungszahl von 1 (=unwichtig) bis 10 (=sehr wichtig).

Dann bewerten Sie die Standortfaktoren mit Punkten von z.B. 1 (=sehr schlecht) bis 5 (=sehr gut). Die Punktwertungen werden mit den jeweiligen Gewichtungszahlen multipliziert.

  • Die Addition der Ergebnisse ergibt die Gesamtbewertung für den entsprechenden Standort. Der Standort mit den meisten Punkten entspricht danach Ihren Anforderungen am besten.
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Eine Vorlage für diese Methode könnte so aussehen:

EinflussfaktorenGewichtungStandort AStandort B
BewertungPunkteBewertungPunkte
Summe der Punkte
Kundennähe
Verkehrslage
Energieversorgung
verfügbare Arbeitskräfte
Konkurrenzsituation
Kommunale Abgaben / Gewerbesteuer
Materialversorgung / Lieferanten
Erweiterungsmöglichkeiten

Hier ist Ihre Auswertung:

Nach Ihrer Bewertung entspricht Standort A Ihren Anforderungen eher als Standord B.

Nach Ihrer Bewertung scheinen beide Standorte ähnlich gut für die Ansiedlung Ihres Unternehmens geeignet zu sein.

Nach Ihrer Bewertung entspricht Standort B Ihren Anforderungen eher als Standort A.

Nach Ihrer Bewertung scheinen beide Standorte ähnlich gut für die Ansiedlung Ihres Unternehmens geeignet zu sein.

Sie können Ihre ausgefüllte Checkliste inklusive Auswertung ausdrucken lassen. Drucken

[Hinweis: Stellen Sie Ihren Drucker bitte auf Querformat, damit alle Textelemente angezeigt werden können.]

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Der Standort: Kunden, Kosten ...

Zum Standort im engeren Sinne gehören auch die Betriebsräume. Bei deren Ausstattung müssen Sie die Vorgaben der Arbeitsstättenverordnung und der Arbeitsstättenrichtlinien beachten.

Sie machen Vorgaben zu:

  • Raumabmessung/Raumhöhen
  • Raumtemperaturen/Raumlüftung
  • Belichtung/Beleuchtung
  • Sichtverbindungen
  • Verkehrswegen
  • Toiletten, Wasch- und Pausen- sowie Umkleideräumen
  • Schallpegelwerten.
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Der Standort: Kunden, Kosten ...

Zusätzlich haben

  • die Gewerbeordnung
  • die Unfallverhütungsvorschriften
  • die Emissionsschutzgrenzwerte der Technischen Anleitung (TA)-Lärm und TA-Luft

Einfluss auf Ihren laufenden Betrieb.

Die für Sie gültigen Vorschriften erhalten Sie über die zuständige Berufsgenossenschaft und das Gewerbeaufsichtsamt. Die Adressen und Ansprechpartner finden Sie im BMWi-Behördenwegweiser www.bmwi-wegweiser.de.

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Checkliste Betriebsräume

Benutzen Sie die folgende Checkliste, um Art und Ausstattung der Betriebsräume zu prüfen!

  1. Wie viele Räume brauchen Sie: Reicht die Zahl der Betriebsräume für Ihr Unternehmen aus (Werkstatt, Büros, Verwaltungsräume, Lager, Laden, Toiletten, Wasch- und Umkleideräume, Pausenräume, Archiv)?
  2. Sind die Räume groß genug?
  3. Reichen Freiflächen und Parkplätze?
  4. Reichen Zufahrtsmöglichkeiten für LKW, Lieferwagen und PKW?
  5. Entspricht die Lage der Räume Ihren Anforderungen (ebenerdig oder gegebenenfalls über mehrere Geschosse verteilt)?
  6. Können die Räume ohne besondere Vorkehrungen zum Unfallschutz genutzt werden?
  7. Können die Räume ohne besondere Vorkehrungen zum Emissionsschutz genutzt werden?

Hier ist Ihre Auswertung:

Sie haben von 7 Fragen beantwortet.

Fragen positiv mit < Ja >
Fragen negativ mit < Nein >

Je öfter Sie mit "Ja" geantwortet haben, desto geeigneter scheinen die Betriebsräume zu sein. Je öfter Sie mit "Nein" geantwortet haben, desto dringender sollten Sie Experten um Rat fragen.

Es wurden noch nicht alle Fragen beantwortet!

Sie können Ihre ausgefüllte Checkliste inklusive Auswertung ausdrucken lassen. Drucken

[Hinweis: Stellen Sie Ihren Drucker bitte auf Querformat, damit alle Textelemente angezeigt werden können.]

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Infotipp

Standort

Mehr Informationen zum Thema Standort erhalten Sie im BMWi-Existenzgründungsportal

www.existenzgruender.de

BMWi-Behördenwegweiser

Hier erfahren Sie, welche Anmeldungen Sie brauchen, zu welcher Behörde Sie gehen und was Sie dort tun müssen. Der BMWi-Behördenwegweiser zeigt Ihnen Adresse, Wegbeschreibung und Öffnungszeiten an und nennt Ihnen den Ansprechpartner.

www.bmwi-wegweiser.de

Kapitel 3: Die Planung // 3.3.

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Die Rechtsform

Bevor Sie sich festlegen, sollten Sie zumindest die folgenden Fragen klären:

  • Können Sie ausreichend Eigenkapital aufbringen?
  • Welche Risiken sind mit Ihrem Vorhaben verbunden?
  • Wollen Sie die Haftung beschränken?
  • Wollen Sie Ihr Unternehmen allein betreiben?
  • Wollen Sie das Unternehmen selbst leiten?
  • Wollen Sie die alleinige Entscheidungsbefugnis haben?
  • Soll die Rechtsform ein möglichst hohes Ansehen haben?
  • Wollen Sie möglichst wenig Formalitäten bei der Gründung haben?

Kapitel 3: Die Planung // 3.3.

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Kapitel 3: Die Planung // 3.3.

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Einzelunternehmen

Ein Einzelunternehmen entsteht automatisch, wenn Sie ein Geschäft eröffnen. Es gibt nur einen Betriebsinhaber.

Diese Rechtsform ist sehr gut zum Einstieg geeignet.

Als Einzelunternehmer können Sie klein anfangen, als so genannter Kleingewerbetreibender. Wenn Umsatz, Gewerbeertrag, Betriebsvermögen und Mitarbeiterzahl wachsen, werden Sie zum "Vollkaufmann".

Erst als Vollkaufmann müssen Sie sich ins Handelsregister eintragen lassen.

Vorteile:

  • die einfachste und billigste Form der Unternehmensgründung
  • kein Mindeststartkapital nötig
  • breiter Entscheidungsspielraum, Sie haben die volle Kontrolle (dadurch z. B. keine Konflikte mit Partnern)
  • hohes Ansehen und Kreditwürdigkeit

Kapitel 3: Die Planung // 3.3.

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Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR)

Wenn Sie sich mit einem oder mehreren Partnern zusammenschließen, bilden Sie automatisch eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) oder auch BGB-Gesellschaft.

  • Die GbR kann von Gewerbetreibenden und von Freiberuflern gegründet werden.
  • Ein Eintrag ins Handelsregister ist nicht notwendig.
  • Die GbR wird "automatisch" zur OHG, wenn durch die Gesellschaft ein Handelsgewerbe betrieben wird. Wenn das Unternehmen also nach Art und Umfang einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert (§ 1 Abs. 2 HGB).

Vorteile:

  • keine besonderen Formalitäten erforderlich (schriftlicher Vertrag aber sinnvoll)
  • kein Mindeststartkapital vorgeschrieben
  • breiter Entscheidungsspielraum der Gesellschafter
  • hohes Ansehen und Kreditwürdigkeit

Nachteile:

  • Die Teilhaber haften mit Gesellschaftsvermögen und Privatvermögen.

Kapitel 3: Die Planung // 3.3.

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Offene Handelsgesellschaft (OHG)

Wenn Sie mit einem Partner ein Handelsgeschäft eröffnen wollen.

  • Die Offene Handelsgesellschaft bietet ein hohes Ansehen,
  • aber auch ein hohes Haftungsrisiko mit dem Gesellschafts- und Privatvermögen der einzelnen Gesellschafter.

Vorteile:

  • kein Mindeststartkapital vorgeschrieben
  • breiter Entscheidungsspielraum der Gesellschafter
  • hohes Ansehen und Kreditwürdigkeit

Nachteile:

  • Die Teilhaber haften ohne Haftungsbeschränkung neben ihren Gesellschaftsvermögen auch mit Ihrem Privatvermögen.

Kapitel 3: Die Planung // 3.3.

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Partnerschaftsgesellschaft (PartG)

Die Partnerschaftsgesellschaft ist eine Rechtsform für Freiberufler (nicht Gewerbetreibende), die mit Partnern zusammenarbeiten möchten.

  • Bei der Partnerschaftsgesellschaft muss der Partner für berufliche Fehler mit seinem persönlichen Vermögen "gerade stehen".
  • Das Privatvermögen seiner Partner bleibt unangetastet, sofern diese bei der Auftragsbearbeitung nicht beteiligt waren.
  • Die PartG muss durch einen Notar zum Partnerschaftsregister angemeldet werden.

Vorteile:

  • kein Mindestkapital nötig
  • breiter Entscheidungsspielraum der Gesellschafter
  • für Fehler in der Berufsausübung haftet jeweils nur der handelnde Partner
  • wenige Formalitäten

Nachteile:

  • Gesellschaft haftet mit Gesellschaftsvermögen, Gesellschafter haften bei fehlerhaftem Handeln mit Privatvermögen.

Kapitel 3: Die Planung // 3.3.

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Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung (PartG mbB)

Bei der PartG mbB handelt es sich um eine Variante der Partnerschaftsgesellschaft, die sich vor allem an Rechtsanwälte, Patentanwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer richtet. Die persönliche Haftung der Gesellschafter wird wegen fehlerhafter Berufsausübung ausgeschlossen. Voraussetzung ist der Abschluss einer entsprechenden gesetzlich vorgeschriebenen Berufshaftpflichtversicherung.

  • Der entscheidende Unterschied zwischen der "einfachen" Partnerschaftsgesellschaft (PartG) und der Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung besteht in der Haftung.
  • Bei der PartG mbB haftet keiner der Partner persönlich. Das Privatvermögen des Partners, der seinen Beruf fehlerhaft ausübt, ist genauso geschützt wie das seiner Partner.
  • Die Haftung ist beschränkt auf die Versicherungssumme der Berufshaftpflichtversicherung. Diese Versicherung muss bei Gründung der PartG mbB abgeschlossen und nachgewiesen werden.

Kapitel 3: Die Planung // 3.3.

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Kommanditgesellschaft (KG)

Diese Rechtsform ermöglicht es, leichter an Startkapital zu kommen. Die Kommanditgesellschaft besteht aus dem/der Chef/in (Komplementär = Vollhafter) und den Kommanditisten (Teilhafter).

  • Die Kommanditisten beteiligen sich finanziell an der KG und haften nur in der Höhe ihrer Einlagen.
  • Der Komplementär behält in der Regel alleiniges Entscheidungsrecht und haftet mit seinem Privatvermögen.
  • Die KG muss im Handelsregister eingetragen werden.

Vorteile:

  • kein Mindeststartkapital vorgeschrieben
  • breiter Entscheidungsspielraum für Komplementär
  • hohes Ansehen und Kreditwürdigkeit

Nachteile:

  • Komplementär haftet mit seinem Privatvermögen.
  • viele Formalitäten

Kapitel 3: Die Planung // 3.3.

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Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)

Gründung und Geschäftsführung erfordern einen größeren Aufwand. Allerdings kann für einfache Standardgründungen (bis 3 Gesellschafter) ein Musterprotokoll verwendet werden. Ein oder mehrere Gesellschafter können als Geschäftsführer ausgewiesen sein (auch angestellte Geschäftsführer sind möglich).

  • Die Gesellschafter müssen insgesamt eine Kapitaleinlage von mindestens 25.000 Euro (auch Sachwerte möglich) einbringen.
  • Die GmbH haftet gegenüber Gläubigern nur mit ihrem Gesellschaftsvermögen, also den Gesellschaftereinlagen und dem erwirtschafteten Vermögen.
  • Aber: Kreditgeber achten darauf, dass ihnen private Sicherheiten geboten werden bzw. der Zugriff auf das Privatvermögen zur Verfügung gestellt werden.

Wollen Sie in Ihrer GmbH das Sagen haben, müssen Sie per Vertrag zum Geschäftsführer bestellt und Ihre Befugnisse sowie die Gewinnbeteiligung festgelegt werden.

Wollen Sie die Führung in Ihrer GmbH sicherstellen, sollten mehr als 50 Prozent der Einlagen von Ihnen stammen. Die GmbH muss im Handelsregister eingetragen werden.

Vorteile:

  • Haftung in Höhe des Gesellschaftsvermögens
  • Geringe Formalitäten (Musterprotokoll) bei einfachen Standardgründungen

Nachteile:

  • Mindestkapital: 25.000 Euro
  • geringerer Entscheidungsspielraum
  • hoher Gründungsaufwand
  • bei Krediten haften Gesellschafter in der Regel mit zusätzlichen privaten Sicherheiten

Kapitel 3: Die Planung // 3.3.

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Unternehmergesellschaft (UG) (haftungsbeschränkt)

Die UG (haftungsbeschränkt) ist für Gründerinnen und Gründer kleiner Unternehmen geeignet, die ihre Haftung beschränken möchten und deren Unternehmen mit geringem Kapital auskommen.

  • Das Mindeststammkapital beträgt einen Euro. Wobei sich die Kapitalausstattung immer am konkreten Bedarf orientieren sollte.
  • Das Mindeststammkapital muss in bar und vor der Anmeldung zum Handelsregister in voller Höhe aufgebracht werden. Sacheinlagen sind ausgeschlossen.
  • Die UG kann mit einem beurkundungspflichtigen Musterprotokoll gegründet werden. Das Musterprotokoll kombiniert Gesellschaftsvertrag, Gesellschafterliste und Bestellung des Geschäftsführers. Die Musterprotokolle - eines für Ein-Personen-Gründungen, ein weiteres für Mehr-Personen-Gründungen - stehen als Anlage zum GmbHG zur Verfügung.
  • Gewinne dürfen nicht in voller Höhe ausgeschüttet werden. 25 Prozent des Gewinns müssen so lange in eine gesetzliche Rücklage fließen, bis das Mindeststammkapital von 25.000 Euro aufgebracht ist.
  • Hinsichtlich Haftung, Buchführung, Steuern u.a. gelten die Regelungen des GmbH-Gesetzes.

Vorteile:

  • Geringes Mindeststammkapital
  • Haftung nur in Höhe der Kapitaleinlage

Nachteile:

  • Geringere Kreditwürdigkeit
  • Bei Krediten haften Gesellschafter in der Regel mit zusätzlichen privaten Sicherheiten

Kapitel 3: Die Planung // 3.3.

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Ein-Personen-GmbH

Für die Gründung einer Ein-Personen-GmbH benötigen Sie mindestens 25.000 Euro, die Sie in Form einer Geldeinlage oder (Bargründung) oder als Sacheinlage (Sachgründung) erbringen. Auch eine Kombination von beidem ist möglich. Zweitens müssen Sie die erforderlichen Unterlagen zusammenstellen. Das wichtigste dabei ist der Gesellschaftsvertrag, den Sie notariell beurkunden lassen müssen.

  • Bei der Ein-Personen-GmbH sind Sie Geschäftsführer Ihrer GmbH und Gesellschafter.
  • Die Schulden der GmbH werden in der Regel nur aus dem Vermögen der Gesellschaft bezahlt und, nicht aus dem Privatvermögen des Gesellschafters.
  • Die GmbH muss im Handelsregister eingetragen werden.

Vorteile:

  • Haftung nur in Höhe des Gesellschaftsvermögens
  • breiter Entscheidungsspielraum

Nachteile:

  • 25.000 Euro Kapitaleinlage notwendig
  • Mehr Formalitäten als als beim Einzelunternehmen
  • bei Krediten haftet der Gesellschafter in der Regel mit zusätzlichen privaten Sicherheiten

Kapitel 3: Die Planung // 3.3.

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GmbH & Co. KG

Zur Gründung einer GmbH & Co. KG ist die Gründung sowohl der GmbH als auch der KG erforderlich. Statt einer natürlichen Person ist eine GmbH persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin).

  • Durch die GmbH ist das Haftungsrisiko beschränkt.
  • Die Gesellschafter der GmbH sind meist gleichzeitig die Kommanditisten der KG.
  • Die Anteile an der Kapitalanlage der GmbH und der Einlagen der KG-Kommanditisten können beliebig gestaltet werden. Davon abhängig sind die jeweiligen Entscheidungsbefugnisse und die Gewinn- und Verlustverteilung.
  • Eintrag in das Handelsregister.

Vorteile:

  • Mindestkapital: 25.000 Euro für GmbH-Gründung
  • Haftung nur in Höhe der Kapitaleinlage
  • breiter Entscheidungsspielraum

Nachteile:

  • Größerer Aufwand als bei reiner KG-Gründung

Kapitel 3: Die Planung // 3.3.

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Kleine Aktiengesellschaft (AG)

Die kleine (nichtbörsennotierte) AG hat eine "kleine" Zahl von Anteilseignern. Umsatz und Arbeitnehmerzahl dürfen dagegen verhältnismäßig hoch sein.

  • Gründerinnen und Gründer können eine kleine AG auch allein gründen (als einziger Aktionär und Vorstand, notwendig sind jedoch drei Aufsichtsräte).
  • Mindestkapital: 50.000 Euro (Bar- oder Sacheinlage)
  • Haftung ist auf Gesellschaftsvermögen beschränkt
  • Weitere Anleger können sich an der AG durch die Ausgabe von Belegschaftsaktien beteiligen.
  • Eintrag ins Handelsregister

Vorteile:

  • Haftung beschränkt auf Gesellschaftsvermögen
  • breiter Entscheidungsspielraum
  • höhere Kreditwürdigkeit

Nachteile:

  • 50.000 Euro Mindestkapital
  • Entscheidungsbefugnis durch Aufsichtsrat beschränkt
  • hoher organisatorischer Aufwand

Kapitel 3: Die Planung // 3.3.

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Eingetragene Genossenschaft (eG)

Die Genossenschaft ist ein Kooperationsmodell für mittelständische Unternehmer und Existenzgründer. Im Vordergrund steht die gemeinschaftliche und solidarische Förderung aller Mitglieder.

  • Der Vorstand erfüllt im Auftrag seiner Mitglieder Aufgaben wie Einkauf, Auftragsakquisition und Abwicklung, Werbung, Sicherung von Qualitätsstandards und Fortbildungsmaßnahmen.
  • Die mindestens drei Mitglieder legen eine schriftliche Satzung fest. Nach Zustimmung aller Genossenschaftsmitglieder können jederzeit weitere Personen die Mitgliedschaft durch eine einfach schriftliche Beitrittserklärung erwerben.
  • Die Gründung selbst muss nicht notariell beurkundet werden. Eine notarielle Beglaubigung der Mitglieds-Unterschriften ist allerdings für die Eintragung ins elektronische Genossenschaftsregister (Amtsgericht) notwendig.
  • Jede Genossenschaft muss einem sachlich und örtlich zuständigen Genossenschaftsverband angehören, der die Geschäfte und die wirtschaftlichen Verhältnisse der Genossenschaft prüft. Der Verband unterstützt und berät auch bei der Gründung sowie bei der Entwicklung eines Geschäftsplanes.
  • Eine Genossenschaft besteht aus drei Organen:
    • der Generalversammlung aller Mitglieder bzw. Vertreterversammlung, die u.a. über den Jahresabschluss, die Wahl der Aufsichtsratsmitglieder und Satzungsänderungen entscheiden;
    • dem Vorstand, der die Genossenschaft eigenverantwortlich leitet und
    • dem Aufsichtsrat, der die Tätigkeit des Vorstands kontrolliert.
  • Jedes Mitglied muss mindestens einen Geschäftsanteil zeichnen, deren Höhe in der Satzung festgelegt ist.
  • Jedes Mitglied hat eine Stimme, unabhängig davon wie viele Geschäftsanteile es gezeichnet hat.
  • Eine öffentliche Existenzgründungsförderung ist nur möglich, wenn die Genossenschaft als gewinnorientiert wirtschaftendes kleines oder mittleres Unternehmen auftritt.

Vorteile:

  • die Haftung der Mitglieder ist i. d. R. beschränkt auf die Höhe der gezeichneten Geschäftsanteile.
  • kein Stamm- bzw. Grundkapital notwendig
  • geringe Gründungskosten
  • gemeinschaftliche und solidarische Förderung aller Mitglieder (Unternehmer)
  • verbindliche Umsetzung der Ziele durch enge Bindung an Satzung
  • hohe Zahl an Mitgliedern möglich

Nachteile:

  • eingeschränkter Entscheidungsspielraum
  • Gründung erfordert viele Formalitäten

Kapitel 3: Die Planung // 3.3.

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Infotipp

BMWi-Infoletter "GründerZeiten" Nr. 11: "Rechtsformen"

Ob Einzelunternehmen, GbR, GmbH oder UG (haftungsbeschränkt) - für jedes Unternehmen gibt es die passende Rechtsform. Der Infoletter informiert Sie darüber.

Download und Bestellmöglichkeit: BMWi-Existenzgründungsportal

BMWi-eTraining "Rechtsformen"

Das Lernprogramm zeigt, auf was es bei den verschiedenen Rechtsformen ankommt und was Sie jeweils bei der Gründung beachten müssen.

eTraining "Rechtsformen".

Kapitel 3: Die Planung // 3.4.

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Der Markt

Um sich am Markt durchsetzen zu können, muss jede Gründerin und jeder Gründer den Markt genau kennen. Das heißt, Sie benötigen möglichst genaue Informationen über:

  • Kunden
  • Absatzlage
  • Marktentwicklung
  • Ihre unmittelbaren Mitbewerber
  • die Branche selbst.

Erst mit diesen Informationen können Sie gezielte Maßnahmen ergreifen und eine klare Vorstellung über die Verkaufsentwicklung bekommen.

Kapitel 3: Die Planung // 3.4.

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Marktentwicklung

Das sollten Sie über Ihre Kunden wissen:

  • Wer sind Ihre Kunden?
  • Wie erreichen Sie Ihre Kunden?
  • Welche Produkte/Leistungen, die mit Ihrem Angebot vergleichbar sind, werden für diese Kunden bereits angeboten?
  • Bei wem kaufen die Kunden vergleichbare Produkte/Leistungen?
  • Wann und warum kaufen die Kunden dort?
  • Welchen Bedarf der Kunden befriedigen Sie mit Ihrem Angebot?
  • Wie wird sich das Konsumverhalten der Kunden entwickeln?

Kapitel 3: Die Planung // 3.4.

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Marktentwicklung

Diese Informationen über den Markt sollten Sie ermitteln:

  • Wie entwickeln sich die Preise?
  • Wie viele meiner Produkte bzw. meiner Dienstleistungen lassen sich verkaufen?
  • Welche Vertriebswege kommen in Frage?
  • Wie verändert sich der Markt? Wächst, stagniert oder schrumpft er?
  • Verändern sich Einstellungen und Verhaltensweisen der Käufer gegenüber den Produkten und Leistungen?
  • Gibt es einen zunehmenden Importdruck z. B. aus Billiglohnländern?
  • Wie haben sich Zulassungen, Anforderungen an Technik, Sicherheit, Umweltschutzauflagen verändert?
  • Gewinnen Substitutionsprodukte an Bedeutung?

Wenn Sie nicht alle Fragen zu Ihren Kunden und zur Absatzlage beantworten können: Überlegen Sie, den Rat eines Experten zur Markt- und Kundenanalyse einzuholen. Aufwendungen für Marktrecherchen sind Investitionen in das Unternehmen und verringern Ihr Risiko.

Kapitel 3: Die Planung // 3.4.

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Der Markt

Absatzlage

Prüfen Sie die Absatzentwicklung Ihres Unternehmens:

Vergleichen Sie die realen Absatzzahlen mit Ihren Planvorgaben.
Planvorgabe und Absatz

Messen Sie den Absatz an Planvorgaben, die im Unternehmenskonzept niedergelegt sind:

  • Wie verläuft der eigene Absatz im Vergleich zur Marktentwicklung?
  • Reicht das Umsatzvolumen zur Kostendeckung aus? Nach einer Anlaufzeit von 3-4 Monaten sollte der Monatsumsatz über den monatlichen Kosten liegen.
  • Ist dies entgegen Ihrer Planung nicht der Fall, dann werden Sie kurzfristig enorme Liquiditätsprobleme bekommen. Analysieren Sie Ihre Auftrags- und Umsatzsituation, ebenso Ihre Kosten!
Analysieren Sie den eigenen Kundenstamm.
Analyse des Kundenstamms

Finden Sie Antworten auf die folgenden Fragen:

  • Wie gliedert sich Ihre Kundschaft auf?
  • Welche Umsatzbedeutung haben die ersten drei, fünf, zehn Kunden?
  • Welche durchschnittlichen Bezugsmengen werden von den mittelgroßen Kunden abgenommen?
  • Welchen Anteil an Ihrem Umsatz haben welche Kunden?
  • Wie ist die Geschäftsentwicklung Ihrer Kunden?
  • Sind bei Ihrer Kundschaft Erweiterungen oder neue Geschäftszweige geplant?
  • Wie ist das Wachstumspotenzial Ihrer mittelgroßen Kunden?
  • Sind die Kontakte zu einzelnen Kunden fair und partnerschaftlich?
Stellen Sie selbstkritische Fragen.
Selbstkritische Fragen

Hinterfragen Sie kritisch Ihre eigene Arbeit und Leistung - besonders in Hinblick auf die Kundenzufriedenheit:

  • Sind Sie sicher, dass Ihre Kunden mit Ihren Leistungen zufrieden sind?
  • Haben Sie Defizite in der Produktqualität, Liefertreue, Kundenservice etc.?
  • Bei einer kundenorientierten Geschäftspolitik steht die Kundenzufriedenheit an oberster Stelle. Bei Ihnen auch?
Erstellen Sie eine Kostenanalyse.
Kostenanalyse

Bei der Kostenanalyse sollten Sie bei den größten Posten beginnen:

  • Stimmt der Waren- bzw. Materialeinsatz?
  • Haben Sie in Bezug zum Umsatz zu viele Beschäftigte etc.?

Handeln Sie, bevor Ihr Liquiditätsspielraum aufgezehrt ist oder Ihre Hausbank restriktive Maßnahmen ergreift!

[Hinweis: Klicken Sie mit der Maus auf die Punkte, zu denen Sie mehr erfahren möchten!]

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Markteinführung neuartiger Produkte

Ob die Markteinführung eines neuen Produkts ein Erfolg wird, hängt neben der Resonanz bei den Kunden auch von der Reaktion Ihrer Wettbewerber ab. Diese wird vor allem durch die Größe und Marktstellung der Konkurrenten bestimmt.

Wettbewerbsreaktionen, mit denen Sie rechnen müssen:

  • Preissenkungen,
  • Verstärkte Werbung und PR,
  • Zusatzleistungen, um die Vergleichbarkeit der Produkte zu verhindern,
  • Vertriebsoffensive, die gezielt auf mögliche Schwäche Ihrer Produkte eingeht.

Planen Sie frühzeitig entsprechende Gegenmaßnahmen.

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Vermarktungshilfen und Werbung

Als Marktneuling stehen Sie vor der Aufgabe, das eigene Unternehmen mit seinem Produkt-/Leistungsangebot potenziellen Kunden bekannt zu machen.

Mit einer einmaligen Eröffnungsaktion ist es nicht getan. Es muss eine Ihrer Hauptaufgaben werden, Ihr Unternehmen bzw. Ihre Tätigkeit positiv im Gespräch zu halten und Aufträge herein zu holen.

  • Welche Maßnahmen sind anlässlich der Geschäftseröffnung geeignet?
  • Welche Maßnahmen sind auf Dauer geeignet?
  • Welche Maßnahmen passen zu bestimmten Anlässen?

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Werbung für Ihre Kunden

Der Start Ihres Unternehmens wird umso leichter verlaufen, je besser Sie Ihre Werbung geplant und auf Ihre Zielgruppe abgestimmt haben.

Deshalb:

Zielgruppengerecht werben
Werben Sie zielgruppengerecht

Versuchen Sie Ihre potenziellen Kunden kennen zu lernen.

  • Welche Bedürfnisse und Wünsche hat diese Zielgruppe?
  • Wo leben Ihre potenziellen Kunden?
  • Wie und womit können Sie sie am besten ansprechen?
Werbung der Konkurrenten analysieren
Analysieren Sie Ihre Konkurrenten!

Stellen Sie Ihre Stärken in Ihrer Werbung heraus!

  • Welches Angebot bieten Ihre Konkurrenten?
  • Machen Sie deren Schwächen zu Ihren Stärken!
  • Reagieren Sie auf die Stärken und Schwächen der Konkurrenz.
Auf einheitliches Erscheinungsbild achten

Erstellen Sie ein immer einheitliches Erscheinungsbild. Grundlage könnte z.B. ein einprägsames Logo sein, das einen Bezug zu Ihrer Leistung oder zu Ihrem Produkt herstellt.

Für die Bezeichnung und den Auftritt Ihres Unternehmens gelten gesetzliche Vorschriften. Bevor Sie sich daher auf einen Namen festlegen, kontaktieren Sie Ihre Kammer oder einen Rechtsanwalt.

Werbebotschaft festlegen
Legen Sie Ihre Werbebotschaft fest!

Machen Sie Ihren Kunden klar, dass sie mit Ihrem Produkt, Ihrer Dienstleistung am besten fahren werden.

  • Vermitteln Sie Ihrem Kunden einen Nutzen!
  • Zeigen Sie ihm, warum er gerade bei Ihnen kaufen oder bestellen soll!
  • Heben Sie den Vorteil Ihres Produktes oder Ihrer Leistung heraus!
Werbeetat kalkulieren
Kalkulieren Sie Ihren Werbeetat

Das Geld, was Sie in die Werbung stecken, wird sich bezahlt machen.

  • Auch Kleinbetriebe sollten 2 bis 3 Prozent ihres Umsatzes in die Werbung investieren, in der Anfangsphase sogar noch etwas mehr.
  • Disponieren Sie langfristig!
  • Entscheiden Sie sich, wie viel Geld Sie für welches Werbemedium ausgeben wollen!
  • Sparen Sie nicht an der Gestaltung der Werbemittel; eine billig aufgemachte Werbung kann zur Antiwerbung werden!
Expertenrat nutzen
Lassen Sie sich beraten!

Greifen Sie auch in Fragen bezüglich der Werbung auf die Hilfe von Profis zurück.

Werbe- und PR-Agenturen können Ihre Werbeausgaben effektiver ausnutzen.

Werbeplan aufstellen
Der Werbeplan

Organisieren Sie auch den zeitlichen Rahmen Ihrer Werbeaktivitäten.

  • Terminieren Sie den zeitlichen Einsatz Ihrer Werbemittel! Mit der Eröffnungswerbung alleine ist es nicht getan.
  • Disponieren Sie Ihre Aktivitäten für die nächsten Monate!

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Werbemedien

Setzen Sie Ihre Werbung effektiv ein. Wählen Sie das richtige Werbemedium.

Werbemittel bei anonymen, überregionalen Zielgruppen

Internet/Social Media

Eine eigene Homepage ist die Visitenkarte des Unternehmens. Bei privaten Kunden kann sich auch die Ansprache über Social Media lohnen. Nehmen Sie dazu professionelle Hilfe in Anspruch.

Anzeigenblätter

Anzeigen sind in Anzeigenblättern preisgünstiger als in der Tageszeitung. Anzeigenblätter werden intensiv gelesen.

Radiowerbung

Über Lokalsender erreichen Sie schnell eine breite Zielgruppe.

Verkehrsmittelwerbung

Aufschriften auf Bussen, Straßenbahnen oder Taxis haben einen hohen Aufmerksamkeitswert.

Werbemedien bei abgegrenzter, regionaler Zielgruppe

Tageszeitung

  • Sie sprechen große Publikumskreise an.
  • Bei kleiner Zielgruppe gibt es erhebliche Streuverluste.
  • Regelmäßige Kleinanzeigen bringen größeren Werbeerfolg als eine große, einmalige Anzeige.

Prospekte / Flyer

  • Mit Prospekten erreichen Sie Ihren Kunden direkt.
  • Ein gut gestalteter Prospekt mit Fotos ist eine hervorragende Visitenkarte des Betriebes.

Internet

Eine eigene Homepage ist die Visitenkarte des Unternehmens. Bei privaten Kunden kann sich auch die Ansprache über Social Media lohnen. Nehmen Sie dazu professionelle Hilfe in Anspruch.

Wurfzettel

Mit Wurfzetteln können Sie eine bestimmte Käuferschicht kurz und schnell über Ihr Angebot unterrichten.

Plakatwerbung

Verbunden mit einer Ausstellung z. B. über Ihr Unternehmen, können Sie so Ihre Kunden von Ihrer Leistungsfähigkeit überzeugen.

Tag der offenen Tür

Verbunden mit einer Ausstellung z. B. über Ihr Unternehmen, können Sie so Ihre Kunden von Ihrer Leistungsfähigkeit überzeugen.

Werbemittel, die Sie ständig einsetzen können und sollten
  • Fahrzeugbeschriftung Ihrer Firmenfahrzeuge
  • Außenwerbung an den Gebäuden
  • Referenzmappen über Ihre Produkte und Kunden
  • Öffentlichkeitsarbeit mittels Presseveröffentlichungen
  • "Gelbe Seiten", Branchenverzeichnisse (auch im Internet)

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Der Markt

Vermarktungsstrategien

Überprüfen Sie die Richtigkeit Ihrer Vermarktungsstrategie:

Serviceleistungen

Überlegen Sie, ob, und wenn ja, welche Serviceleistungen Sie anbieten möchten. Bedenken Sie dabei Folgendes:

  • Guter Service/Kundendienst bindet Kunden langfristig an den Betrieb.
  • Sind Sie ein technisch orientierter Betrieb, dann sollten Sie Ihren Service besonders herausstellen. Er kann eine besonders wichtige Rolle bei der Kaufentscheidung spielen.
  • Gewinnen Sie durch guten Service das Vertrauen der potenziellen Kundschaft in Ihr neues Produkt oder Dienstleistung und die Leistungsfähigkeit des jungen Unternehmens.
Design und Verpackung

Auch die Aufmachung Ihres Produkts kann ein Verkaufsargument werden. Denken Sie dabei u. a. an die folgende Punkte:

  • Stimmen Sie die Produktaufmachung auf den Geschmack Ihrer Zielgruppe ab.
  • Viele Kunden legen Wert auf eine umweltfreundliche Verpackung.
Produkt- bzw. Leistungssortiment

Überprüfen und optimieren Sie Ihr Produkt- bzw. Leistungsprogramm:

  • Haben Sie wirklich ein klares Sortiment?
  • Ergänzen Sie Ihr Angebots-Sortiment um neue, zukunftsorientierte Leistungen?
  • Passen Sie Ihr Angebot dem Kundengeschmack an?
  • Setzen Sie Leistungen ab, die keinen Gewinn bringen?
  • Vermitteln Sie und Ihre Mitarbeiter den Eindruck eines kompetenten Fachgeschäfts?
Marktnische

Ihre Erfolgschancen steigen vor allem dann, wenn es Ihnen gelingt, sich auf eine lukrative Marktnische zu spezialisieren. Überprüfen Sie:

  • Sind Sie als Spezialist wirklich kompetent?
  • Haben Sie die Marktnische exakt definiert?
  • Marktnischen existieren oft nur für einen kurzen Zeitraum. Haben Sie den richtigen Zeitpunkt abgepasst?
Preise und Konditionen

Als weiterer Schwachpunkt eines jungen Unternehmens erweist sich häufig die Preispolitik. Haben Sie bei Ihrem Preis

  • auch die Kundensicht berücksichtigt?
  • die Wettbewerbspreise verglichen?
  • kostendeckend kalkuliert?
  • ausreichende Vertriebsmargen für eventuelle Vertriebspartner einkalkuliert?

Vernachlässigen Sie nicht das Nachkalkulieren. Gerade wenn Sie Ihre Umsätze durch erhebliche Preisnachlässe erzielen, laufen Sie Gefahr, keine Kostendeckung zu haben.

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Konkurrenzanalyse

Versuchen Sie, möglichst viele Informationen über Ihre Wettbewerber zu sammeln:

  • Unternehmensgröße und Mitarbeiteranzahl
  • Umsatzanteil im relevanten Produktbereich
  • Marktanteil
  • Absatzschwerpunkte
  • Preisstrategie
  • Vertriebskonzept
  • Kommunikation / Werbung

Minimum: Sehen Sie sich die Webseiten, Prospekte Ihrer Wettbewerber an und informieren Sie sich - soweit möglich – über deren Preise.

Wer ein Unternehmen gründen und führen will, muss wissen, mit welchen Konkurrenten er es zu tun hat. Je genauer Sie Ihre Konkurrenten kennen, desto leichter wird es Ihnen fallen, in einem möglichen Verdrängungswettbewerb oder Preiskampf zu bestehen.

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Der Markt

Brancheninformationen

Informationen über Ihre Branche sind eine wichtige Orientierungshilfe. Sie können helfen, Schwachstellen im Betrieb aufzudecken. Dazu gehören z.B. Informationen über die Umsatzentwicklung oder auch aktuelle Trends. Nutzen Sie die folgenden Informationsquellen:

Zeitungen, Fachmagazine (Online, Print)
  • Zeitungen, Fachmagazine (Online und Print)
  • Überregionale Tageszeitungen berichten über Entwicklungen der einzelnen Branchen.
  • Wirtschaftsmagazine enthalten
    • fundierte Branchenbericht und Hintergrundinformationen
    • Branchenergebnisse von den jeweiligen Standesorganisationen.
Kammern und Fachverbände

Besonders als Berufsangehöriger bzw. Mitglied können Sie sich direkt an Ihre jeweilige Standesorganisation (Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer) wenden. Dort erhalten Sie u. a.

  • allgemeine Brancheninformationen und
  • Daten über den regionalen Markt.
Banken und Sparkassen

Banken und Sparkassen verfügen in der Regel ebenfalls über entsprechende Brancheninformationen.

Allerdings: Seien Sie darauf gefasst, dass Ihre Hausbank die Eckdaten Ihres Unternehmens mit Branchenkennziffern vergleicht und Sie gezielt auf negative Abweichungen anspricht.

Behörden
Branchenzahlen

Eine Reihe von Branchenzahlen werden regelmäßig erhoben und sind frei zugänglich. Dazu gehören:

  • Veröffentlichungen der statistischen Landesämter und des Statistischen Bundesamtes
  • Richtsatzsammlungen der Finanzverwaltung

Aber beachten Sie: Diese Zahlen sind nicht immer "brandaktuell".

Ihr Steuerberater

Fragen Sie Ihren Steuerberater nach der Teilnahme am DATEV-Betriebsvergleich.

Über die "normalen" Vergleichsdaten wie Betriebsgröße oder Umsatz hinaus, bietet die DATEV

  • eine differenzierte Auswertung. Grundlage bilden ca. 2 Mio. Unternehmen, die per Finanzbuchhaltung mit der DATEV verbunden sind,
  • genaue Betriebsvergleiche von Firmen, die unter gleichen Bedingungen arbeiten, z. B. in gleichen Regionen oder mit vergleichbaren Ausstattungen.

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Vertrieb

Wissen Sie, wie Sie Ihr Angebot "an den Mann" bzw. "an die Frau bringen"? Dann wissen Sie sicherlich auch, auf welche Vertriebskanäle Sie angewiesen sind. Je nach Branche liegen die Vertriebskosten häufig weit über den Herstellungskosten eines Produkts. Nicht nur aus diesem Grund sollte der Vertrieb optimal organisiert sein.

Prüfen Sie:

  • Haben Sie die richtigen Vertriebskanäle gewählt?
  • Erreichen Sie Ihre Kunden optimal mit Ihrer geplanten Vertriebsorganisation?

Zwei Vertriebsformen - bzw. Mischformen aus beiden - kommen in Frage:

Direktvertrieb

ist richtig im Spezial- und Großkundengeschäft, wo es um technisch anspruchsvolle und erklärungsbedürftige Produkte geht. Allein der Eigenvertrieb gewährleistet, dass Ihre technische Kompetenz in den Zielmärkten ankommt.

Fremdvertrieb

eignet sich vor allem für eine schnelle und flächendeckende Marktbearbeitung. Die Vertriebspartner sollten in den Zielmärkten "zu Hause" sein.

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Vertrieb

Die Auseinandersetzung mit den folgenden Punkten kann Ihnen bei der optimalen Organisation Ihres Vertriebs helfen:

  • Für welche Kunden stelle ich das Produkt her?
  • Wie gut kenne ich die Kunden?
  • Wie viele potenzielle Kunden gibt es in dem Kundensegment?
  • Welche Produkte kaufen die Kunden sonst noch? Zu welchem dieser Produkte passt mein Produkt?
  • Welche Nutzenargumente treffen auf die Kunden zu?
  • Wie erreichen meine Wettbewerber ihre potenzielle Kunden?
  • Welche Preise realisiert mein Wettbewerber bei der jeweiligen Zielgruppe?
  • Benötige ich einen Vertriebspartner, der mir hilft, den Vertrieb aufzubauen?
  • Welche Vertriebspartner passen zu meinem Produkt?
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Private Absicherung

Welche Krankenversicherung und welche Altersvorsorge kommen für beruflich Selbständige in Frage? Die Antwort ist nicht nur für Ihre persönliche Absicherung wichtig, denn die monatlichen Beiträge müssen Sie auch für Ihre Finanz- und Liquiditätsplanung berücksichtigen.

  • Sie sollten daher gleich zu Beginn Ihrer Selbständigkeit an eine geeignete persönliche Risiko- und Altersvorsorge denken.
  • Darüber hinaus sollten Sie aber auch noch an einen weiteren Punkt denken: Was ist, wenn Sie Ihre berufliche Selbständigkeit frühzeitig wieder aufgeben wollen oder gar müssen?
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Krankenversicherung

Sie können sich entweder über eine gesetzliche oder eine private Krankenversicherung absichern. Wenn die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung Ihrer Meinung nach nicht ausreichen, können Sie in Ergänzung dazu auch private Zusatzversicherungen abschließen (z. B. Chefarztbehandlung, Einzelzimmer).

Berücksichtigen Sie bei der Wahl Ihrer Krankenversicherung folgende Aspekte:

Ihre Familienplanung

Sind Ihre Kinder mitversichert? Ist der Ehepartner selbständig und privat versichert und liegt sein Einkommen über einer bestimmten Bemessungsgrenze, so sind die Kinder nicht mehr automatisch bei der gesetzlich versicherten Ehepartnerin mit versichert.

Sie müssen dann über eine freiwillige gesetzliche oder aber private Versicherung abgesichert werden.

Die Beitragsentwicklung mit zunehmenden Alter

Bei einer privaten Krankenversicherung sind die Beiträge für jüngere Versicherte oft günstiger als in gesetzlichen Kassen. Sie steigen aber mit zunehmendem Alter. Zusätzliche Leistungen, z. B. eine bessere Unterbringung im Krankenhaus, bedeuten höhere Beiträge.

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Krankengeld bzw. Krankentagegeld

Krankengeld wird von der gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Freiwillig versicherte Selbständige sowie Versicherte der Künstlersozialkasse, die den allgemeinen Beitragssatz an ihre gesetzliche Krankenversicherung abführen, haben daher vom 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit an Anspruch auf Krankengeld. Alternative: Sie versichern sich über den ermäßigten Beitragssatz und schließen zusätzlich entweder einen Wahltarif bei der gesetzlichen Krankenversicherung oder eine Krankentagegeld-Zusatzversicherung bei einer privaten Krankenversicherung ab. Hinweis: Der Abschluss eines Wahltarifs hat eine dreijährige Bindung an die gesetzliche Krankenkasse zur Folge.

Grundsätzlich gilt: Je früher die Zahlung im Krankheitsfall einsetzen soll, desto höher die Beiträge. Insofern lohnt es sich, zum Beispiel die ersten vier Wochen aus eigenen Mitteln zu finanzieren.

Pflegeversicherung

Die Pflegeversicherung ist eine Pflichtversicherung. Sie finanziert Pflegemaßnahmen im Alter, nach schwerer Krankheit oder nach einem Unfall. Selbständige, die bei einer gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind, sind hier auch pflegeversichert. Sie können aber auch eine private Pflegeversicherung wählen.

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Unfallversicherung

Eine wichtige Ergänzung zu allen anderen Versicherungen ist die Unfallversicherung. Sie zahlt, wenn Ihre Erwerbsfähigkeit durch einen Unfall vermindert ist (Invalidität).

  • Eine Unfallversicherung ist deshalb wichtig, weil sie bereits in Fällen Leistungen anbietet, wo Erwerbs- oder Berufsunfähigkeitsversicherung noch nicht "zuständig" ist.
  • Eine private Unfallversicherung umfasst Unfälle zuhause, in der Freizeit, im Beruf und auf der Straße.
  • Private betriebliche Gruppen-Unfallversicherungen sichern Mitarbeiter und Familienangehörige in Beruf und Freizeit ab.

Das sollten Sie bei einer Unfallversicherung berücksichtigen:

  • Der Versicherungsfall tritt nur im Fall der Invalidität durch Unfall ein, nicht bei "normaler" Krankheit.
  • Im Versicherungsfall wird keine monatliche Rente, sondern ein einmaliger Betrag ausgezahlt. Deshalb sollte die Versicherungssumme für einen Selbständigen möglichst hoch sein.
  • Die Prämien der Unfall-Versicherer schwanken zum Teil gewaltig. Zudem bezieht sich das Angebot vieler Versicherer nicht nur auf die Absicherung der Arbeitskraft, sondern häufig auch auf weniger wichtige Leistungen wie zum Beispiel Unfall-Krankenhaustagegeld.
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Unfallversicherung gibt es bei ...

  • der für Sie zuständigen Berufsgenossenschaft als freiwillige Unternehmerversicherung,
  • bei privaten Unfallversicherungsgesellschaften sowie
  • bei betrieblichen Gruppenunfallversicherungen.

Als Selbständiger müssen Sie sich bei der zuständigen Berufsgenossenschaft melden. Unternehmerinnen und Unternehmer, die keine Mitarbeiter beschäftigen, sind nicht in jedem Fall versicherungspflichtig. Eine freiwillige Versicherung bei der Berufsgenossenschaft kann aber sinnvoll sein.

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Die gesetzliche Rentenversicherung

Planen Sie den Aufbau ihrer Altersversorgung frühzeitig. Sie können als freiwilliges Mitglied Beiträge an die Deutsche Rentenversicherung Bund abführen. Auf jeden Fall aber sollten Sie für weitere Rücklagen sorgen: durch Sparverträge, eine private Rentenversicherung, Immobilie usw.

Wenn Sie vor Ihrer Selbständigkeit als Arbeitnehmer Ansprüche an die gesetzliche Rentenversicherung erworben haben, bleiben Ihnen diese Ansprüche erhalten.

Für Handwerker, Hebammen, Lehrer und eine Reihe anderer selbständig Tätiger besteht Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung. Eine Auflistung finden Sie im § 2 Sozialgesetzbuch VI.

Wer als Selbständiger nicht versicherungspflichtig ist, kann sich trotzdem bei der gesetzlichen Rentenversicherung freiwillig versichern oder einen Antrag auf Versicherungspflicht stellen.

Tipp

Fragen zur gesetzlichen Rentenversicherung beantwortet Ihnen das kostenfreie Servicetelefon der Deutschen Rentenversicherung 0800 1000 4800. Weitere Informationen: www.deutsche-rentenversicherung.de. Informationen zu privaten Rentenversicherungen finden Sie auf den Webseiten der Verbraucherzentralen.

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Private Altersicherung

Die Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung deckt bei einem Selbständigen normalerweise nur eine Grundversorgung ab. Um im Alter ausreichend abgesichert zu sein, sollten Sie daher für weitere Rücklagen sorgen: durch Geldanlagen wie

  • Sparverträge,
  • Wertpapiere,
  • Immobilienbesitz,
  • kapitalbildende Lebensversicherungen oder
  • private Rentenversicherungen.

Die staatliche Förderung einer privaten Rentenversicherung ("Riester-Rente"), die als Ergänzung der gesetzlichen Rentenversicherung gedacht ist, gilt ebenfalls für versicherungspflichtige Selbständige. Für freiwillig Versicherte gilt sie nicht. Alternativ kann auch die so genannte Rürup-Rente für Selbständige eine Möglichkeit sein, steuerbegünstigt für die Rente zu sparen.

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Hinterbliebenenabsicherung

Vergessen Sie keinesfalls die Absicherung von Hinterbliebenen. Bedenken Sie: Ihre Frau/Ihr Mann bzw. Ihre Kinder erhalten keine Hinterbliebenenrente, wenn Sie nicht mehr Mitglied in der gesetzlichen Rentenversicherung sind.

  • Zur finanziellen Absicherung der Familie im Fall des vorzeitigen Todes des Familienernährers eignet sich am besten eine Risiko-Lebensversicherung. Sie wird fällig im Fall des Todes des Versicherten. Höhe und Dauer sind individuell vereinbar.
  • Eine Alternative sind kapitalbildende Lebensversicherungen. Sie sind eine Verbindung aus einer Risiko-Lebensversicherung mit einer Art Sparvertrag.

Bevor Sie einen Vertrag abschließen, vergleichen Sie unbedingt die verschiedenen Angebote der Versicherungen. Es gibt große Preisunterschiede!

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Pfändungsschutz der Altersvorsorge

Sollte das Unternehmen zahlungsunfähig sein, droht die Pfändung. Wichtig zu wissen: Die Altersvorsorge ist vor einer Pfändung geschützt!

Dazu gehören:

  • Lebensversicherungen
  • private Rentenversicherungen
  • Fonds- und Banksparpläne
  • Renten aus steuerlich geförderten Altersvorsorgevermögen, (z.B. Rüruprente)
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Voraussetzungen

Lebensversicherungen, private Rentenversicherungen, Bankspar- und Investmentfondssparpläne, die Pfändungsschutz genießen, müssen folgende Bedingungen erfüllen:

  • Die Rente wird nicht vor Vollendung des 60. Lebensjahres oder nur bei Eintritt der Berufsunfähigkeit gewährt;
  • über die Ansprüche aus dem Vertrag darf nicht verfügt werden;
  • die Bestimmungen von Dritten mit Ausnahme von Hinterbliebenen als Berechtigte ist ausgeschlossen;
  • die Zahlung einer Kapitalleistung, ausgenommen eine Zahlung für den Todesfall, ist nicht vereinbart.

Weitere Informationen finden Sie unter www.existenzgruender.de

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Erwerbsminderung- oder Berufsunfähigkeitsversicherung

Um im Fall einer Erwerbs- bzw. Berufsunfähigkeit nicht in eine Existenz bedrohende Lage zu geraten, sollten Sie hier durch eine entsprechende Absicherung unbedingt Vorsorge treffen:

Gesetzliche Rentenversicherung
  • Wer aus gesundheitlichen Gründen nur noch eingeschränkt oder überhaupt nicht mehr arbeiten kann, erhält eine gesetzliche Rente wegen Erwerbsminderung. Vorausgesetzt, Sie haben in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung für mindestens 36 Kalendermonate Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung gezahlt.
  • Im Unterschied zur privaten Berufsunfähigkeitsrente zahlt die gesetzliche Erwerbsminderungsrente nur für den Fall, dass der Versicherungsnehmer überhaupt keiner Tätigkeit mehr nachgehen kann – unabhängig von seiner Qualifikation und seinem zuletzt ausgeübten Beruf.
  • Die Erwerbsminderungsrente wird gestaffelt gezahlt, das heißt, sie richtet sich nach der Anzahl der Stunden, die ein Antragsteller täglich noch arbeiten kann, unabhängig von seiner bisherigen beruflichen Stellung bzw. Tätigkeit.
  • Um im Fall der Invalidität keinen sozialen Abstieg zu erleben, , sollten Sie prüfen, ob eine private Berufsunfähigkeitsversicherung für Sie sinnvoll sein kann.
Private Berufsunfähigkeitsversicherungen
  • Als Selbständiger sollten Sie eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, auch wenn Sie im Fall der Fälle Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung beziehen werden.
  • Sind Sie nicht mehr in der gesetzlichen Rentenversicherung, ist eine private Berufsunfähigkeitsversicherung unverzichtbar.
  • Die Versicherungen springen in der Regel ab einer Beeinträchtigung von 50 Prozent ein.
  • Als berufsunfähig wird eingestuft, wer voraussichtlich auf Dauer seinen Beruf nicht mehr ausüben und auch nach entsprechender Umschulung keinen vergleichbaren Job mehr finden kann.
  • Private Berufsunfähigkeitsversicherungen zahlen zusätzlich zu eventuellen Sozialrenten und anderen Versorgungsbezügen eine monatliche Rente.
  • Private Berufsunfähigkeitsversicherungen können allein oder als Zusatzversicherung zu einer Lebensversicherung oder einer privaten Rentenversicherung abgeschlossen werden.

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Freiwillige Arbeitslosenversicherung für Selbständige

Unter bestimmten Voraussetzungen können Sie sich in der freiwilligen Arbeitslosenversicherung weiterversichern. Sie müssen dazu zum Beispiel vor Aufnahme Ihrer Tätigkeit innerhalb der letzten 24 Monate mindestens 12 Monate in einem Versicherungspflichtverhältnis nach dem SGB III, zum Beispiel einem Beschäftigungsverhältnis, gestanden haben.

Der Antrag auf Weiterversicherung in der Arbeitslosenversicherung muss innerhalb der ersten drei Monate der Selbständigkeit bei der Arbeitsagentur am Wohnort gestellt werden.

Weitere Informationen finden Sie im BMWi-Existenzgründungsportal www.existenzgruender.de.

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Rückkehr ins Angestelltenverhältnis

Was geschieht, wenn das "Projekt Selbständigkeit" schief geht oder aber Selbständige nach einer gewissen Zeit wieder in ein Angestelltenverhältnis wechseln möchten?

Generell gilt: Jede gesetzliche Versicherung, die in der Zeit der Selbständigkeit freiwillig weiter geführt wurde, bleibt erhalten. Änderungen ergeben sich nur bei privaten Versicherungen.

Krankenversicherung

Wenn Sie in ein Angestelltenverhältnis wechseln und in der privaten Krankensicherung bleiben möchten, muss Ihr Arbeitnehmereinkommen über der aktuellen Beitragsmessungsgrenze liegen. Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung, wenn Ihr Einkommen unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze liegt. Es sei denn, Sie haben bereits das 55. Lebensjahr vollendet. In diesem Fall ist eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung nicht möglich.

Ein Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung ist auch dann möglich, wenn Sie Arbeitslosengeld oder ALG II beziehen.

Erwerbs- oder Berufsunfähigkeitsversicherung

Jeder Angestellte wird automatisch gesetzlich rentenversichert, somit auch für den Fall der Erwerbsminderung. Ansprüche an die gesetzliche Versicherung, die hier beim Start in die Selbständigkeit ggf. verloren gegangen waren, sind spätestens nach drei Jahren Pflichtversicherung wieder voll erworben.

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Acht Tipps zur sozialen Absicherung

Verschiedene Angebote einholen

Versicherungen unterscheiden sich oft beträchtlich bei Leistungen, Preisen und Bedingungen. Holen Sie darum zu jeder Versicherung verschiedene Angebote ein! Es kostet zwar Zeit, aber es lohnt sich. Die günstigsten Anbieter können jeweils aktuellen Vergleichen (z.B. der Stiftung Warentest) entnommen werden.

Sorgfältig entscheiden

Lassen Sie sich nicht zum Abschluss drängen! Sie selbst sollten nach reiflicher Überlegung auf den Versicherungsvertreter mit dem besten Angebot zugehen. Versicherungsvermittler, die sich der Qualität ihres Angebotes bewusst sind, haben es nicht nötig, einen Abschluss zu forcieren.

Vorsicht bei Paketlösungen

Jeder Versicherungsschutz sollte auf Ihre speziellen Probleme abgestimmt sein. Häufig führt Zeitmangel zu der Suche nach schnellen Lösungen und zum Einkauf von kompletten Versicherungspaketen. Sie enthalten allerdings nicht selten neben den gewünschten Versicherungen noch zusätzliche Verträge, die Sie im Normalfall als nicht so wichtig eingestuft hätten.

Abstimmen: gesetzliche und private Versicherungen

Informieren Sie sich vor dem Abschluss privater Versicherungsverträge über gesetzliche Versicherungen. Wie ist das Zusammenspiel oder die Konkurrenz von gesetzlichen Versicherungsträgern und privaten Versicherungsunternehmen? Sie müssen z.B. entscheiden, wie Sie es künftig mit Ihrer gesetzlichen Rentenversicherung halten wollen. Was tun, wenn Sie als Angestellter bereits viele Jahre Beiträge eingezahlt haben?

Grundregel sollte sein: Immer erst mit gesetzlichem Rentenversicherungsträgern und gesetzlicher Krankenkasse reden und alle Argumente in die Überlegungen mit aufnehmen. Eine vorschnelle Abkehr von gesetzlichen Versicherungen kann für den Versicherten später Nachteile haben (z.B. Verlust von bereits erworbenen Anwartschaften in der gesetzlichen Rentenversicherung, keine Rückkehrmöglichkeit in die günstigere gesetzliche Krankenversicherung).

Korrekte Antragstellung

Das Antragsformular muss vollständig ausgefüllt sein. Fehlende Angaben im Versicherungsantrag müssen vor Ihrer Unterschrift vollständig ergänzt sein. Wenn nicht: Sie haften als Antragsteller für alle gemachten und auch fehlenden Angaben im Antrag. Nur die korrekte Antragstellung ist die Voraussetzung für den richtigen Vertrag.

Antragsdurchschlag fordern

Der Antragsdurchschlag ist ein Vertragsbestandteil. Sie sollten ihn sofort bekommen, sobald Sie den Versicherungsantrag unterschrieben haben. Lassen Sie sich keinesfalls dazu überreden, darauf zu verzichten oder ihn erst mit der Police geliefert zu bekommen. Nur anhand des Durchschlags können Sie später die Konditionen mit der Police vergleichen. Außerdem sind oft im Antrag wichtige Angaben, die Sie aus der Police nicht entnehmen können.

Abweichungen vom Antrag prüfen

Abweichungen der Police von den im Antrag getroffenen Vereinbarungen muss der Versicherer kenntlich machen und die entsprechenden Bereiche mit roter Farbe markieren. Wenn Sie nicht innerhalb eines Monats nach Erhalt des Dokuments einer derartigen Abweichung schriftlich widersprechen, gilt diese als genehmigt.

Beitrag pünktlich zahlen

Der erste Beitrag ist fällig, wenn Sie den Versicherungsschein vom Versicherer erhalten. Sie müssen ihn ohne Verzug bezahlen! Grund: Ein Versicherungsvertrag kommt ab dem vereinbarten Zeitpunkt nur zustande, wenn unverzüglich (die Rechtsprechung sagt hier: innerhalb von fünf Tagen) gezahlt wird. Beachten Sie dies nicht, sind Sie womöglich ohne Versicherungsschutz. Die Versicherer nehmen diese Regelung der Prämienzahlung, die im Versicherungsvertragsgesetz verankert ist, sehr genau.

[Hinweis: Klicken Sie mit der Maus auf die Punkte, zu denen Sie mehr erfahren möchten!]

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Infotipp

BMWi-Infoletter "GründerZeiten" Nr. 05: "Versicherungen"

Diese Ausgabe der GründerZeiten dreht sich sowohl um Möglichkeiten der persönlichen Absicherung von Selbständigen als auch um notwendige betriebliche Versicherungen.

Download und Bestellmöglichkeit: www.existenzgruender.de

BMWi-Existenzgründungsportal

Versicherungen/Vorsorge

www.existenzgruender.de.

Deutschen Rentenversicherung

Fragen zur gesetzlichen Rentenversicherung beantwortet Ihnen das kostenfreie Servicetelefon der Deutschen Rentenversicherung 0800 1000 4800.

Weitere Informationen: www.deutsche-rentenversicherung.de.

Verbraucherzentralen

Die Verbraucherzentrale in Ihrem Bundesland bietet Online-Informationen und Beratungsgespräche zur persönlichen Absicherung an.

www.verbraucherzentralen.de.

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Überprüfen Sie Ihre Unternehmensrisiken!

Verschaffen Sie sich einen Überblick darüber, welche Risiken Sie in Ihrem Unternehmen versichern sollten, welche nicht. Fragen Sie sich bei jeder Gefahrenart, wie hoch das Risiko im schlimmsten Fall ist. Ob Sie es selber tragen können, oder ob Sie es in jedem Fall versichern sollten.

Sprechen Sie mit Ihrem Versicherungsberater auch über die Risiken, die Sie selber tragen wollen. Oft lassen sich die weniger gravierenden Risikobereiche zu günstigen Prämien in bestehende Verträge mit einbeziehen.

In einigen Branchen bestehen Versicherungspflichten (z.B. Haftpflichtversicherung). Bitte beachten Sie auch, dass nicht alle Versicherungsunternehmen jedes Risiko versichern. Bei großem Risiko können Versicherungsunternehmen auch ablehnen bzw. sehr hohe Beiträge verlangen.

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Checkliste: Versicherungen

Nutzen Sie die folgende Checkliste, um sich einen Überblick zu verschaffen. Kreuzen Sie jeweils die Höhe des Risikos an, und ob Sie das Risiko selber tragen wollen oder nicht.

Art der Gefahr

  • Überlegen Sie ob es bei dem hohen Risiko nicht doch sinnvoll ist, hier eine Versicherung abzuschließen.
    Lassen Sie sich im Zweifelsfall beraten.

    Feuer, Explosion
    Risiko  
    Lösung  
  • Überlegen Sie ob es bei dem hohen Risiko nicht doch sinnvoll ist, hier eine Versicherung abzuschließen.
    Lassen Sie sich im Zweifelsfall beraten.

    Sturm
    Risiko  
    Lösung  
  • Überlegen Sie ob es bei dem hohen Risiko nicht doch sinnvoll ist, hier eine Versicherung abzuschließen.
    Lassen Sie sich im Zweifelsfall beraten.

    Wasser
    Risiko  
    Lösung  
  • Überlegen Sie ob es bei dem hohen Risiko nicht doch sinnvoll ist, hier eine Versicherung abzuschließen.
    Lassen Sie sich im Zweifelsfall beraten.

    Einbruchdiebstahl
    Risiko  
    Lösung  
  • Überlegen Sie ob es bei dem hohen Risiko nicht doch sinnvoll ist, hier eine Versicherung abzuschließen.
    Lassen Sie sich im Zweifelsfall beraten.

    Montage
    Risiko  
    Lösung  
  • Überlegen Sie ob es bei dem hohen Risiko nicht doch sinnvoll ist, hier eine Versicherung abzuschließen.
    Lassen Sie sich im Zweifelsfall beraten.

    Maschinenbruch
    Risiko  
    Lösung  
  • Überlegen Sie ob es bei dem hohen Risiko nicht doch sinnvoll ist, hier eine Versicherung abzuschließen.
    Lassen Sie sich im Zweifelsfall beraten.

    Warentransporte
    Risiko  
    Lösung  
  • Überlegen Sie ob es bei dem hohen Risiko nicht doch sinnvoll ist, hier eine Versicherung abzuschließen.
    Lassen Sie sich im Zweifelsfall beraten.

    Betriebsunterbrechung Feuer
    Risiko  
    Lösung  
  • Überlegen Sie ob es bei dem hohen Risiko nicht doch sinnvoll ist, hier eine Versicherung abzuschließen.
    Lassen Sie sich im Zweifelsfall beraten.

    Betriebsunterbrechung Energieausfall
    Risiko  
    Lösung  
  • Überlegen Sie ob es bei dem hohen Risiko nicht doch sinnvoll ist, hier eine Versicherung abzuschließen.
    Lassen Sie sich im Zweifelsfall beraten.

    Betriebsunterbrechung Verseuchung
    Risiko  
    Lösung  
  • Überlegen Sie ob es bei dem hohen Risiko nicht doch sinnvoll ist, hier eine Versicherung abzuschließen.
    Lassen Sie sich im Zweifelsfall beraten.

    Betriebsunterbrechung Maschinenbruch
    Risiko  
    Lösung  
  • Überlegen Sie ob es bei dem hohen Risiko nicht doch sinnvoll ist, hier eine Versicherung abzuschließen.
    Lassen Sie sich im Zweifelsfall beraten.

    Betriebsunterbrechung Computerausfall
    Risiko  
    Lösung  
  • Überlegen Sie ob es bei dem hohen Risiko nicht doch sinnvoll ist, hier eine Versicherung abzuschließen.
    Lassen Sie sich im Zweifelsfall beraten.

    Risiko für Dritte
    Risiko  
    Lösung  
  • Überlegen Sie ob es bei dem hohen Risiko nicht doch sinnvoll ist, hier eine Versicherung abzuschließen.
    Lassen Sie sich im Zweifelsfall beraten.

    Umweltverschmutzung
    Risiko  
    Lösung  
  • Überlegen Sie ob es bei dem hohen Risiko nicht doch sinnvoll ist, hier eine Versicherung abzuschließen.
    Lassen Sie sich im Zweifelsfall beraten.

    Risiko für Kunden durch Produktnutzung
    Risiko  
    Lösung  
  • Überlegen Sie ob es bei dem hohen Risiko nicht doch sinnvoll ist, hier eine Versicherung abzuschließen.
    Lassen Sie sich im Zweifelsfall beraten.

    Vermögensschaden für Dritte
    Risiko  
    Lösung  
  • Überlegen Sie ob es bei dem hohen Risiko nicht doch sinnvoll ist, hier eine Versicherung abzuschließen.
    Lassen Sie sich im Zweifelsfall beraten.

    Kraftfahrzeug-Schäden
    Risiko  
    Lösung  
  • Überlegen Sie ob es bei dem hohen Risiko nicht doch sinnvoll ist, hier eine Versicherung abzuschließen.
    Lassen Sie sich im Zweifelsfall beraten.

    Rechtsstreitigkeiten
    Risiko  
    Lösung  
  • Überlegen Sie ob es bei dem hohen Risiko nicht doch sinnvoll ist, hier eine Versicherung abzuschließen.
    Lassen Sie sich im Zweifelsfall beraten.

    Beraubung, Sabotage, Unterschlagung
    Risiko  
    Lösung  
  • Überlegen Sie ob es bei dem hohen Risiko nicht doch sinnvoll ist, hier eine Versicherung abzuschließen.
    Lassen Sie sich im Zweifelsfall beraten.

    Forderungsausfall
    Risiko  
    Lösung  

Sie können Ihre ausgefüllte Checkliste inklusive Auswertung ausdrucken lassen. Drucken

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