Existenzgründung - Weg in die Selbständigkeit

Konkurrenz

Entscheidend ist: Ihr Angebot sollte anders und/oder besser sein als das Ihrer Konkurrenz. Dafür benötigen Sie eine genaue Bestandsaufnahme über Ihre (zukünftigen) Konkurrenten.

Angebote der Konkurrenz
Sie müssen wissen, was genau Ihre Kunden wünschen und was Ihnen Ihre Konkurrenten bereits anbieten.

  • Wer sind Ihre Konkurrenten?
  • Welchen besonderen Nutzen bieten sie den Kunden an?
  • Wo sind Ihre Konkurrenten besser als Sie?
  • Wo können Sie besser werden als Ihre Konkurrenten?

Besser als die Konkurrenz
Dabei wir der Markt durch die Globalisierung der Wirtschaft immer größer. Immer mehr Mitbewerber kommen als Konkurrenten in Frage. Das Ziel, zumindest in einem Punkt besser zu sein, wird darum immer wichtiger. Dies gilt ganz besonders für Existenzgründer und junge Unternehmer, die auf ihrem Markt erst einmal Fuß fassen wollen.

Wettbewerbsvorteil schaffen

Einen solchen Wettbewerbsvorteil können Sie da schaffen, wo Sie die "Schwächen" der Konkurrenz entdeckt haben. Er kann sich auf das eigentliche Produkt oder die Dienstleistung des Unternehmens beziehen: z. B. eine hohe Qualität, besondere Gesundheitsverträglichkeit, besondere Umweltfreundlichkeit oder ein besonderes, damit verbundenes Image. Oder ein Zusatznutzen, der außerhalb des eigentlichen Angebots liegt: Vor allem für kleine Unternehmen ist es z.B. besonders wichtig, einen besonderen Service anzubieten. Ein wirklich effektiver Wettbewerbsvorteil entsteht meist erst durch die Kombination mehrerer solcher Nutzen-Faktoren.

Brancheninformationen:

Industrie- und Handelskammer
Die IHKs führen eigene Marktuntersuchungen im Kammerbezirk durch. Die Ergebnisse sind Grundlage der Beratungen durch Kammermitarbeiter. Weitere Informationen und Adressen der IHKs finden Sie auf der Homepage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages.

Handwerkskammern
Die Handwerkskammern halten umfangreiche Kennzahlen aus Betriebsvergleichen für eine Vielzahl von Handwerksberufen bereit. Sie untersuchen ebenfalls - zumeist vierteljährlich - die konjunkturelle Entwicklung und die Marktsituation in ihrem Kammerbezirk. Darüber hinaus führt der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) gemeinsam mit den Handwerkskammern zweimal jährlich für das erste und das dritte Quartal bundesweite Konjunkturberichte durch. Die Berichte werde durch Sonderumfragen zu aktuellen Themen ergänzt. Konjunkturberichte und Sonderumfragen sind frei erhältlich. Des Weiteren bietet der ZDH einen umfangreichen Zahlenüberblick zur Entwicklung von Betrieben, Auszubildenden sowie Beschäftigten und Umsätzen im Internet an.

Beratungs- und Informationssystem im Handwerk (BIS)
Das Beratungs- und Informationssystem im Handwerk (BIS) ist eine Informations- und Kommunikationsplattform für die Berater und die Betriebe des Handwerks. Neben umfangreichen Fachinformationen, Praxishilfen und diversen Bösen findet man hier auch Brancheninformationen zu einer ganzen Reihe von Handwerksberufen: www.bis-handwerk.de (www)

Handwerksinstitute
Die Schriftenreihen der Forschungsinstitute im Deutschen Handwerksinstitut e.V. (DHI) enthalten umfangreiche und detaillierte Untersuchungen zur Situation im Handwerk. Veröffentlichungen sowie Publikationslisten können bestellt bzw. bezogen werden: www.dhi.zdh.de (www)

Fachverbände des Handwerks
Eine Vielzahl von Bundes- und Landesfachverbänden stellt allgemeine Marktinformationen und spezielle Brancheninformationen für die einzelnen Berufe des Handwerks zusammen. (Übersicht der Verbände unter www.zdh.de (www)). Ein fast vollständiges Gesamtverzeichnis enthält das Nachschlagewerk "Behörden, Organisationen und Verbände" (Verlag Hoppenstedt).

Berufs- und Branchenfachverbände
Eine Vielzahl von Bundes- und Landesfachverbänden - im Handwerk heißen diese z. T. Landesinnungsverbände - stellt allgemeine Marktinformationen zusammen. Adressen sind im Telefonbuch bzw. über die Telefonauskunft erhältlich. Ein fast vollständiges Gesamtverzeichnis enthält das Nachschlagewerk "Behörden, Organisationen und Verbände" (Verlag Hoppenstedt).

Kreditinstitute

Die meisten Kreditinstitute erarbeiten eigene Marktinformationen. Nachfolgend soll hier auf die zahlreichen Veröffentlichungen der Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken eingegangen werden, die sowohl IHKs als auch HWKs in der Regel nutzen und bereithalten.

Sparkassen
Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband veröffentlicht "Branchenreports" zur Entwicklung von über 70 Branchen in Deutschland. Umfang: ca. 30-40 Seiten. Die "Branchenreports" liefern einen detaillierten und ausführlichen Einblick in die wirtschaftliche und konjunkturelle Entwicklung sowie die Zukunftsperspektiven der wichtigsten Branchen. Den Unternehmen wird damit eine Erfolgs- und Standortbestimmung ermöglicht. Darüber hinaus erhalten sie aus den Berichten ihrer Abnehmer- und Lieferantenbranchen wichtige Daten über deren Entwicklung. Die "Branchenreports" werden in der Regel jährlich aktualisiert: www.dsgv.de (www) (unter Service).

Volksbanken und Raiffeisenbanken
Ein Brancheninformationssystem "VR info: Branchen spezial" gibt der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) heraus. Es wird vom ifo Institut für Wirtschaftsforschung, München, erstellt. "VR Info: Branchen special" informiert halbjährlich über die 100 wichtigsten Branchen der mittelständischen Wirtschaft in Deutschland.

Aus den Bereichen Industrie, Handwerk, Landwirtschaft, Handel und Dienstleistungen erscheinen Analysen und Prognosen zur Struktur, zu konjunkturellen Perspektiven sowie zur betriebswirtschaftlichen Situation. Außerdem werden Wettbewerbsposition und -fähigkeit, strategische Defizite und unternehmenspolitische Optionen der Unternehmen der jeweiligen Branche aufgezeigt. Das Branchenrating bietet eine Übersicht über die Risikostruktur einer Branche. Einzelberichte sind bei Volksbanken und Raiffeisenbanken erhältlich.

Germany Trade and Invest GmbH (gtai)
Die Germany Trade and Invest GmbH (gtai) bietet im Rahmen ihrer Internet-Reihe "Branchen kompakt" Informationen über Marktchancen und Branchenentwicklungen zu ca. 50 Handelspartnerländern. Dabei sind derzeit Daten zu vier Sektoren verfügbar: Kfz, Bauwirtschaft, Chemie, Maschinenbau. Die Informationen werden jährlich aktualisiert: www.gtai.de (www) (unter Datenbank-Recherche)

Genios
Mit Hilfe der Datenbank Genios lassen sich zahlreiche Informationen zur Konkurrenz- und Marktbeobachtung recherchieren: in rund 500 Datenbanken! Sie enthält über 750.000 deutsche Firmenprofile und bietet aktuelle Berichterstattung und Hintergründe aus 120 Pressequellen. Das Angebot ist kostenpflichtig.


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