Die Rentabilität Ihres Unternehmens können Sie mittels verschiedener so genannter Kennzahlen feststellen: Eigenkapitalrentabilität, Gesamtkapitalrentabilität und Umsatzrentabilität. Für kleine Unternehmen ist die Umsatzrentabilität entscheidend und ausreichend.
Ob Ihre Rentabilität gut oder schlecht ist, können Sie "über den Daumen" an durchschnittlichen Rentabilitätszahlen von Unternehmen Ihrer Branche überprüfen, die die gleiche Größe und den gleichen Umsatz haben. Die entsprechenden Vergleichsdaten bekommen Sie von Kammern, Verbänden oder ihrer Hausbank.
Die für die Berechnung der Umsatzrentabilität erforderlichen Zahlen finden Sie
Gewinn: entweder in Ihrer einfachen Buchführung "Überschuss (Gewinn)" oder in Ihrer Kurzfristigen Erfolgsrechnung: Erfolg
Umsatz: entweder in Ihrer einfachen Buchführung: Summe Einnahmen oder in Ihrer Kurzfristigen Erfolgsrechnung: Gesamtleistung
in Ihrer Einnahmen-Überschussrechnung (bei längerfristiger Berechnung)
in Ihrer Gewinn- und Verlustrechnung (bei längerfristiger Berechnung)
Eigenkapitalrentabilität
Wenn Sie die Eigenkapitalrentabilität berechnen wollen, müssen Sie folgendermaßen denken: Sie investieren Ihr Eigenkapital in Ihr Unternehmen und erwarten, dass es sich verzinst. Je höher die Verzinsung desto größer Ihr finanzieller Erfolg. Sie heißt daher auch Unternehmerrentabilität und ist die Kennzahl, die von den Unternehmenseigentümern (größerer Unternehmen) am meisten beachtet wird.
Ob Sie die Verzinsung Ihres eingesetzten Kapitals als hoch oder niedrig empfinden, hängt zunächst von Ihren eigenen Erwartungen und Ansprüchen ab. Objektiver aber ist es, einen Vergleichsmaßstab heranzuziehen: Vergleichen Sie, wie viel Erträge Ihr Kapital abwerfen würde, wenn Sie es zum Beispiel bei einer Bank anlegen würden. Übrigens: Anstatt Kapitalrentabilität wird oft auch die Bezeichnung Rendite und Return on Investment, kurz: ROI, verwendet.
Die Kapitalrentabilität gehört - für größere Unternehmen - zu den wichtigsten Kennzahlen sowohl für den Unternehmer selbst zur internen Beurteilung und Steuerung des Unternehmens als auch für externe Berater, Banken und Gutachter, um das Gründungs- und Entwicklungsvorhaben und deren Verlauf zu beurteilen.
Dennoch ist für die wirtschaftliche Beurteilung des Unternehmens die Rentabilität des Gesamtkapitals wichtiger als die des Eigenkapitals, wenn die Unternehmung mit Eigen- und Fremdkapital finanziert ist. Denn ohne Fremdkapital wäre das Unternehmen nicht das, was es ist.
Gesamtkapitalrentabilität
Die Gesamtkapitalrentabilität zeigt, wie ertragreich das Unternehmen für die Kapitalgeber z.B. Banken insgesamt arbeitet. Sie wird deshalb auch als Unternehmensrentabilität bezeichnet. Bei der Berechnung von Rentabilitäten werden immer zwei unternehmerische Größen in Beziehung gesetzt. Dabei handelt es sich rein rechnerisch um einen Bruch: Im Zähler steht der Gewinn oder Verlust aus der Gewinn- und Verlustrechnung. Im Nenner werden das Gesamtkapital, das Eigenkapital oder der Umsatz aufgeführt. Die richtige Berechnung der Größen ist das eigentliche Problem der Rentabilitätsermittlung.
Da der aktuelle Kapitalbestand nicht zu jedem Zeitpunkt angegeben werden kann, sollten Sie von einem durchschnittlichen Kapitalbestand eines bestimmten Betrachtungszeitraums (z.B. drei Monate) als Grundlage ausgehen. Der Umsatz (und der Gewinn) kann auf bestimmte Aktivitätsbereiche beschränkt werden, zum Beispiel auf das Kerngeschäft, also etwa auf den Umsatz (und den Gewinn) aus Warenlieferungen und Leistungen (und nicht z. B. aus Vermietung und Verpachtung).
Die Gesamtkapitalrentabilität ist nur eine von mehreren Rentabilitäts-Kennzahlen. Darüber hinaus spielen die daraus abgeleitete Eigenkapitalrentabilität und Umsatzrentabilität eine wichtige Rolle für die Analyse und Steuerung des Unternehmens.








Rentabilität