Existenzgründung - Weg in die Selbständigkeit

Finanzplanung

Die meisten Unternehmen finanzieren ihre Investitionen über eine Kombination von Eigen- und Fremdkapital. Wobei das Fremdkapital meist in Form von Bankkrediten oder Förderdarlehen in Anspruch genommen wird.

Das investierte Eigenkapital muss Zinsen "abwerfen", und zwar in Form des Gewinns bzw. des Jahresüberschusses. Vergleichen Sie, wie viel Zinsen Sie bekommen würden, wenn Sie Ihr Geld anlegen würden. Sollte der Zinsertrag höher sein als Ihr Unternehmergewinn, müssen Sie schnellstens den "Kurs" ändern.

Für das in Anspruch genommene Fremdkapital müssen Sie an den Kreditgeber Zinsen abführen. Hinzu kommen regelmäßige Tilgungsraten. Diesen Kapitaldienst müssen Sie bei Ihrer Finanzplanung berücksichtigen, da er sich unmittelbar auf die Liquidität des Unternehmens auswirkt.

Achten Sie auf das finanzielle Gleichgewicht ihres Unternehmens und stimmen Sie die folgenden Faktoren aufeinander ab:

  • Höhe des Kapitalbedarfs
  • Quelle der Kapitalbeschaffung
  • Erforderliche Kapitalnutzungsdauer
  • Tilgungsvereinbarung (Kapitalüberlassungsdauer)

"Goldene Finanzierungsregel"
Langfristige Kapitalbindungen (Anlagevermögen) sollten über langfristige Finanzierungen (Eigen- und langfristiges Fremdkapital) finanziert werden. Auch der so genannte Bodensatz an Umlaufvermögen (Vorräte und ausstehende Forderungen) sollte langfristig finanziert sein. Als Faustformel gilt: Mindestens ein Monatsumsatz ist immer in Forderungen gebunden. Achtung: Mit steigendem Umsatz nimmt auch der Kapitalbedarf für dessen Vorfinanzierung zu.


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