Existenzgründung - Weg in die Selbständigkeit

Rating

Bei einem Rating (to rate = jemanden einschätzen, beurteilen) beurteilt die Bank oder eine Rating-Agentur, ob und inwieweit ein Unternehmen in der Lage ist, seinen Zahlungsverpflichtungen termingerecht nachzukommen. Auf Grundlage so genannter harter (z. B. Unternehmenskennzahlen) und weicher Fakten (z.B. Qualität der Unternehmensführung) wird ein Gutachten erstellt, das die Stärken und Schwächen des Unternehmens aufführt. In einer Gesamtnote wird die Wahrscheinlichkeit (Ausfallrate) ermittelt, mit der das entliehene Geld für die Bank verloren gehen könnte.

Ratingergebnis bestimmt Höhe der Zinsen

Je höher das Risiko für die Bank desto höher die Zinsen. Unternehmen mit schlechter Bonität bezahlen dagegen höhere Zinsen oder erhalten im schlechtesten Fall überhaupt keinen Kredit. Das Risiko steigt übrigens mit der Laufzeit des Kredits: auch dadurch können die Zinsen steigen. Es wird für jedes Unternehmen deshalb darauf ankommen, bei einem Rating gegenüber Bank oder Sparkasse im bestmöglichen Licht zu erscheinen. Aus einem Rating-Urteil lassen sich wichtige Hinweise darüber gewinnen, in welcher Situation sich das Unternehmen befindet, konkret: welche Stärken und Schwächen es hat. Das Rating bietet dem Unternehmen damit immer auch einen fundierten "Check", der hilft, Risiken frühzeitig zu erkennen und verborgene Potenziale zu nutzen.

Beim Rating werden analysiert:

  • die wirtschaftliche Situation des Unternehmens
  • die Qualität des Managements und der Unternehmens-Organisation
  • die Situation des Unternehmens im Markt und die Zukunft des Marktes und der Branche
  • die Beziehung zwischen Unternehmen und Hausbank
  • die Unternehmensentwicklung und die Unternehmensplanung

Dabei legen die Banken bei der Bonitätseinschätzung ganz besonderes Gewicht (ca. 60 Prozent) auf die "harten" Fakten zur wirtschaftlichen Situation des Unternehmens. Diese ermitteln sie vor allem aus den Jahresabschlüssen der letzten drei Jahre.


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