schließen

Die Gründungsportale



Weg in die Selbständigkeit

Rentabilitätsvorschau

Werden Sie mit Ihrer beruflichen Selbständigkeit so viel verdienen, dass alle laufenden betrieblichen und privaten Kosten gedeckt sind und womöglich noch ein Gewinn erzielt wird? Diese Frage beantwortet die Rentabilitätsvorschau.

Wer ein Unternehmen gründet, muss zunächst einmal Geld und Arbeitskraft in die Gründungsvorbereitungen und die Startphase investieren. Dabei müssen Sie wissen, ob sich diese Investition auch tatsächlich lohnt bzw. ob Ihr Vorhaben rentabel ist. Das heißt, der Umsatz Ihres Unternehmens muss so hoch sein, dass alle betrieblichen Kosten gedeckt und darüber hinaus der von Ihnen kalkulierte Gewinn erzielt wird.

Eine Rentabilitätsvorschau hilft Ihnen festzustellen,

  • ob sich Ihr Vorhaben lohnt
  • Ihre Geldgeber von der wirtschaftlichen Tragfähigkeit Ihres Vorhabens zu überzeugen
  • Ziele zu setzen und festzulegen, was Sie erreichen wollen
  • Abweichungen von Plan- und Sollzahlen festzustellen.

Bei der Rentabilitätsvorschau stellen Sie den zu erwartenden Umsatz den zu erwartenden Kosten gegenüber. Die Rentabilitätsvorschau sollte drei Geschäftsjahre umfassen. Das dritte Jahr gilt dabei als besonders kritisch. Wenn Sie ein zinsgünstiges Förderdarlehen erhalten, müssen Sie in der Regel erst später mit der Tilgung beginnen. Ihre finanzielle Belastung steigt dann sprunghaft an. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit. Je realistischer und genauer Ihre Kalkulation ist, desto sicherer wird Ihre Startphase sein.

Für Ihre Rentabilitätsvorschau müssen Sie die folgenden Fragen beantworten:

  • Wie viel Geld müssen Sie in Ihr Vorhaben investieren? Dazu erstellen Sie einen Kapitalbedarfsplan, in dem Sie die Kosten (pdf, 25,7 KB) für Ihre Gründung und die Anlaufphase aufführen. Je nach Branche kann die Anlaufphase ein Jahr oder noch länger betragen. Denken Sie auch daran, finanzielle Rücklagen für Durststrecken einzuplanen. Je nach Angebot müssen Sie Aufträge vorfinanzieren. Je nach Zahlungsmoral Ihrer Kunden müssen Sie einige Zeit auf Ihr Geld warten. Auch die ein oder anderen unbezahlten Rechnungen, so genannte Forderungsausfälle, müssen Sie einkalkulieren oder entsprechend Vorsorge/Versicherung gegen Forderungsausfälle treffen.
  • Wie viel Geld müssen Sie mindestens verdienen, um Ihre laufenden Ausgaben (Miete, Lebensmittel, Versicherungen usw.) und evtl. die Ihrer Familie zu finanzieren? Diese Ausgaben halten Sie in einem Kapitalbedarfsplan für private Lebenshaltungskosten (pdf, 953 KB) fest. Tragen Sie hier auch ein, wie viel Geld Sie kurz-, mittel- und langfristig verdienen möchten.
  • Wird Ihr Unternehmen genug Geld erwirtschaften, so dass Ihre privaten und betrieblichen Kosten gedeckt sind? Anhand einer Umsatzplanung stellen Sie fest, wie viele Produkte Sie in einem bestimmten Zeitraum verkaufen können. Bzw. für wie viele Stunden man Sie als Dienstleister beauftragen wird. Und welchen Preis bzw. welches Honorar werden Sie pro Ware bzw. pro Stunde erzielen? Kalkulieren Sie vorsichtig und realistisch. Von wie vielen tatsächlichen Kunden können Sie in den ersten Monaten ausgehen? Nutzen Sie für Ihre Umsatzplanung Zahlen vergleichbarer Unternehmen, Angebotspreise zukünftiger Lieferanten und Nachfragepreise potenzieller Kunden. Fragen Sie beim zuständigen Branchen- bzw. Berufsverband, bei Unternehmensberatern, die auf Ihre Branche spezialisiert sind und bei Ihrer zuständigen Kammer.
  • Wie viel müssen Sie kurz-, mittel- und langfristig verdienen, um eine finanzielle Reserve zu schaffen? Dazu erstellen Sie eine Liquiditätsvorschau (pdf, 50,1 KB), die Sie auch nach Ihrer Gründung monatlich aktualisieren.

Die recherchierten Zahlen fließen in die Rentabilitätsvorschau (pdf, 1 MB) ein. Sie gehört neben dem Investitions- bzw. Kapitalbedarfsplan und dem Liquiditätsplan in Ihren Businessplan.


Inwieweit treffen die folgenden Aussagen auf Sie zu?

Der Artikel hat mir weitergeholfen.
Ich finde den Artikel verständlich und gut geschrieben.



Weitere Informationen