Die volkswirtschaftliche Bedeutung dieser Vorhaben ist besonders hoch: Sie bieten Lösungen für gegenwärtige und zukünftige Problemstellungen, beispielsweise in Industrietechnik, Umwelt oder Gesundheit. Dadurch können sie international wichtige Zielmärkte bedienen. Darüber hinaus schaffen sie Arbeitsplätze für qualifizierte Fachkräfte.
Aus diesem Grund hat die Bundesregierung mit der "Hightech-Strategie für Deutschland" eine ressortübergreifende Vorgehensweise entwickelt, die Deutschland wieder an die Spitze der wichtigsten Zukunftsmärkte führen soll.
Zur Stärkung der Innovationskraft stellt die Bundesregierung bis 2009 insgesamt rund 15 Milliarden Euro für Spitzentechnologien und technologieübergreifende Querschnittsmaßnahmen bereit.
Weitere Informationen:
Die Technologieförderung des Bundes steht auf
zwei Säulen:
der technologiespezifischen Förderung und
technologieoffenen Förderung
Technologiespezifische Förderung
Hier fördert die Bundesregierung im Rahmen von Fach- und Rahmenprogrammen konkrete FuE-Vorhaben im Hightech- und Lifescience-Bereich, der Nachhaltigkeitsforschung, Vorhaben zu Verkehr, Raumfahrt und Bauen, der Grundlagenforschung sowie der Geisteswissenschaften.
Unterstützt werden sowohl Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft als auch Hochschulen, Großforschungseinrichtungen und andere FuE-Institutionen. Vorrang haben Forschungsverbünde zwischen wissenschaftlichen Einrichtungen und Unternehmen. Auch einzelne Forscherinnen und Forscher können über spezielle Fördereinrichtungen unterstützt. Die Förderung erfolgt in der Regel über nicht rückzahlbare Zuschüsse.
Jedes der Programme orientiert sich dabei an den speziellen Bedürfnissen der Antragsteller. Ihre Betreuung übernehmen daher Projektträger, deren Aufgabe es ist, Förderinteressenten zu informieren und zu beraten, Anträge entgegenzunehmen und zu bearbeiten sowie die Projekte für die Dauer der Förderung zu begleiten.
Beispielprogramme für die
technologiespezifische Förderung des Bundes:
Technologieoffene Förderung
In diesem Fall will die Bundesregierung die Innovationsfähigkeit kleiner und mittleren Unternehmer (KMU) unterstützen.
Die Förderung setzt sich aus drei Förderlinien zusammen:
Förderlinie: Gründungen und junge Technologieunternehmen
Ziel: Bereitstellung von Beteiligungskapital oder Zuschüssen für junge Technologieunternehmen und Unternehmensgründer. Ein weiteres Ziel ist es, das Gründungsklima an Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu verbessern.
Förderprogramme:
Förderlinie: Forschungskooperation
Ziel: Unterstützung des Transfers anwendungsorientierten Wissens zwischen Unternehmen und Forschungsinstituten.
Und: günstige Finanzierung von Innovationsprojekten in mittelständischen Unternehmen.
Hinweis: Mit dem Start des "Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM)" am 1. Juli 2008 wurden folgende Richtlinien für neue Förderanträge zum 30. Juni 2008 geschlossen:
- Richtlinie zum PROgramm "Förderung der Erhöhung der INNOva-
tionskompetenz mittelständischer Unternehmen (PRO INNO II)"
- Richtlinie zum Programm "Förderung von innovativen Netzwerken (InnoNet)
- Richtlinie zum Förderwettbewerb "Netzwerkmanagement-Ost (NEMO)"
Förderlinie: Technologieorientierte Serviceleistungen
Ziel: Reibungsloser und schneller Transfer von aktuellem technologischen Wissen in KMU und Handwerksfirmen. Zudem bieten die Bundesanstalt für Materialforschung -und -prüfung (BAM) und die Physikalisch Technische Bundesanstalt (PTB) umfangreiche Serviceleistungen für die Wirtschaft.
- » Technologieoffensive für das Handwerk und vergleichbare kleinere Unternehmen (www)
- » Förderung von "Innovationsmanagement" in kleinen Unternehmen der neuen Bundesländer und Berlin (INNOMAN) (www)
- » Technologieorientiertes Besuchs- und Informationsprogramm (TOP) (www)
- » Programm zur Verbesserung der Materialeffizienz (www)
- » Darstellung wichtiger Innovationsnetze (www)
- » Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) (www)
- » Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) (www)
- » Deutsches Institut für Normung e.V. (DIN) (www)
Forschungsförderung der Bundesländer
Die Bundesländer bieten unterschiedliche Instrumente zur FuE-Förderung an. Sie konzentrieren sich dabei auf Schlüsseltechnologien und die Entwicklung von Clustern. Zielgruppe der Technologieförderprogramme der Länder sind insbesondere innnovative KMU.
Eine Übersicht der Förderangebote der Länder finden Sie in der Förderdatenbank des Bundes unter www.foerderdatenbank.de (www).
Forschungsförderung der Europäischen Union
Die Europäische Union unterstützt mit verschiedenen Programmen internationale Forschungsvorhaben, die von deutschen und ausländischen Kooperationspartnern durchgeführt werden.
Gefördert werden sowohl Projekte der Grundlagenforschung als auch der angewandten Forschung. Förderprogramme, die speziell die universitäre Forschung unterstützen, bietet die Europäische Investitionsbank an.
Beispielprogramme der EU zur Forschungsförderung:
Darüber hinaus bietet auch die Forschungsförderung des Bundes Möglichkeiten der europäischen oder internationalen Zusammenarbeit. In einigen Programmen gehört die Kooperation mit einem ausländischen Partner zu den Fördervoraussetzungen.
Weitere Informationen zur Forschungsförderung finden Sie in der Förderdatenbank des Bundes (www)








Forschungs-Finanzierung