Innovative Geschäftsideen
Viele innovative Unternehmen werden direkt aus der Hochschule von Gründerteams aufgebaut. Typisch für Hochschulabsolventen sind auch so genannte Spin-off-Gründungen. Dabei starten ehemalige Mitarbeiter aus Forschungseinrichtungen ein eigenes Unternehmen. Sie optimieren eine an der Forschungseinrichtung entwickelte innovative Produktidee und verwerten sie kommerziell. Nicht selten entstehen die notwendigen Businesspläne dafür im Rahmen von Wettbewerben.
Unterstützung durch Hochschulen
Das Interesse der Hochschulen sowie der Studierenden am Thema "Existenzgründung" hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Gründungsinitiativen, Seminare und Vorlesungen zum Thema "Existenzgründung" sind immer häufiger in der Hochschullandschaft zu finden. Über 50 Existenzgründungsprofessuren existieren bereits, weitere sind im Aufbau.
Typische Probleme
Existenzgründerinnen und -gründer aus Hochschulen haben immer wieder mit typischen Problemen zu kämpfen:
Großes Fachwissen - wenig kaufmännische Kenntnisse
Viele Hochschulabsolventen haben ein großes Fachwissen. Das allein reicht aber nicht aus, um als Existenzgründer erfolgreich zu sein. Kaufmännisches Wissen ist für den Bestand einer Existenzgründung genauso wichtig wie fachliches Know-how. Wichtig: Informations- und Qualifikationsdefizite gehören zu den häufigsten Pleiteursachen.
Gute Gründungsidee - fehlende Marktkenntnisse
Viele Hochschulabsolventen gründen ein Unternehmen mit einer ganz besonderen Geschäftsidee - gerade technologieorientierte Gründer, die vielleicht sogar eine Erfindung gemacht haben. Ihnen fehlen allzu oft aber Kenntnisse darüber, welche Produkte oder Dienstleistungen am Markt bestehen können oder ob es Konkurrenten mit einem ähnlichen Angebot gibt.
Hoher Kapitalbedarf
Vor allem für ein technologieorientiertes Unternehmen benötigen Gründer viel Kapital. Besonders dann, wenn für eine Erfindung erst ein Prototyp erarbeitet werden muss, bevor das Produkt in Serie hergestellt werden kann. Mit einem passenden Finanzplan - der auch staatliche Fördermittel, Bürgschaften und Beteiligungskapital berücksichtigt - können hohe Forschungs-, Entwicklungs- und Investitionskosten gedeckt werden.
Gute Geschäftsidee - kein Vertriebsnetz
Viele - vor allem technologieorientierte - Gründer haben eine exzellente Geschäftsidee. Sie vergessen darüber aber oft zu ermitteln, welche Kunden für ihr Angebot in Frage kommen und wie diese erreicht werden können. Wichtig: Ohne ein gutes Vertriebsnetz nützt das beste Produkt oder die beste Dienstleistung nichts. Knüpfen Sie Kontakte, etwa auf Messen, und informieren Sie sich auch über Vertriebswege.
Kooperationspartner
Gerade für technologieorientierte Gründungen benötigt man viel Kapital; das unternehmerische Risiko ist hoch, der Bedarf an Know-how ebenso. Hier mit einem oder mehreren Partnern zu arbeiten hat viele Vorteile: Ausgleich fachlicher bzw. kaufmännischer Defizite, höheres Eigenkapital, größerer Anteil an Geldern aus Förderprogrammen, Risikostreuung. Technologie- und Gründerzentren, die sich häufig in der Nachbarschaft von Hochschulen angesiedelt haben, leisten gute Hilfestellung bei der Suche nach einem Kooperationspartner.
Beratung
Nehmen Sie Kontakt zur Gründungsinitiative bzw. zur Transferstelle Ihrer Hochschule auf. Diese wird Sie gern beraten. Eine Übersicht über die mit dem BMWi-Programm EXIST geförderten Gründungsinitiativen und Transferstellen finden Sie unter www.exist.de (www).








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