Partnerschaftsgesellschaft für Ingenieure und Sachverständige?

Frage

Wenn ich die Rechtslage richtig verstehe, gibt es für nahezu alle Freiberufler die Möglichkeit der Gründung einer Partnerschaftsgesellschaft. Für mich ist hier wichtig, dass diese Möglichkeiten auf Ingenieure und Sachverständige zutrifft. Nach meinem Verständnis geht dies auch aus dem entsprechenden Gesetz hervor. Für PartGmbB liegen aber andere Voraussetzungen vor - nämlich im Bereich der Ingenieure die ausschließliche Zulässigkeit der "beratenden Ingenieure". Meine Fragen dazu: Ist diese Regelung bindend? Gibt es Ausnahmen? Warum ist das so geregelt? Sind Änderungen geplant, die auch normale "Ingenieure" berücksichtigen?

Antwort

Bei der Gründung einer Partnerschaftgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung (PartGmbB) bestehen bei den Ingenieuren tatsächlich Besonderheiten. Die entsprechenden Regelungen sind landesspezifisch und finden sich in den jeweiligen Kammergesetzen der Länder. Das jeweilige Kammergesetz wird in der Regel auf der Internetseite der Ingenieurkammer veröffentlicht. Recherchieren Sie daher auf der Internetseite der zuständigen Kammer und nehmen Sie ggfs. Kontakt mit ihr auf. Zudem verweise ich auf die jüngst ergangene Entscheidung des OLG Hamm, welches eine ähnliche Fragestellung zu klären hatte (vgl. OLG Hamm, Beschluss vom 30.07.2015, Az.: 27 W 70/15).

Quelle: Chanell Eidmüller, Mag. rer. publ.
Rechtsanwältin
Leiterin der Gründungsberatung
Institut für Freie Berufe an der Friedrich-Alexander-Universität
Erlangen-Nürnberg e.V. (IFB)
März 2016