Künstlersozialkasse und berufsständische Versorgungswerke

Die Künstlersozialkasse (KSK) ist zuständig für die Künstlersozialversicherung. Über die (KSK) werden selbständige Künstler und Publizisten gesetzlich renten-, kranken- und pflegeversichert. Es handelt sich um eine Pflichtversicherung. Das heißt, wer die Voraussetzungen für die Aufnahme in die KSK erfüllt, muss sich dort auch versichern.

Aufgaben der Künstlersozialkasse

Die Künstlersozialkasse (KSK) meldet die Künstler und Publizisten bei ihrer jeweiligen Kranken- und Pflegekasse und der gesetzlichen Rentenversicherung als KSK-Versicherte an. Diese zahlen ihre Kranken- (gesetzlich oder privat), Pflege- und Rentenversicherungsbeiträge an die KSK, die die Beiträge an die zuständigen Träger weiterleitet. Der besondere Pluspunkt der Künstlersozialversicherung ist: Sie zahlen - wie ein Arbeitnehmer - nur etwa die Hälfte der Versicherungsbeiträge. Den anderen Beitragsanteil trägt die Künstlersozialkasse. Die hierfür erforderlichen Mittel werden aus einem Zuschuss des Bundes und aus der sog. Künstlersozialabgabe von Unternehmen finanziert, die künstlerische und publizistische Leistungen verwerten. Auf der Internetseite der KSK erfahren Sie, ob Sie zu den Personen gehören, die sich bei der KSK versichern müssen. Sie finden dort auch ein Antragsformular für die Aufnahme in die KSK.

Versorgung durch berufsständische Versorgungswerke

Die Angehörigen der verkammerten freien Berufe (Ärzte, Zahnärzte, Tierärzte, Apotheker, Architekten, Notare, Rechtsanwälte, Steuerberater bzw. Steuerbevollmächtigte, Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer) sind als Selbständige in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherungsfrei. Sie müssen sich allein in berufsständischen Versorgungswerken versichern.

Darüber hinaus gibt es in einigen Bundesländern auch berufsständische Pflicht-Versorgungswerke speziell für selbständige Ingenieure und psychologische Psychotherapeuten. Angestellte in den genannten Berufen können sich hier nur zusätzlich zu ihrer Pflichtversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung versorgen.

Insgesamt gibt es 85 berufsständische Versorgungswerke. Beiträge zu der berufsständischen Versorgung werden nach dem Alterseinkünftegesetz gleich denen der gesetzlichen Rentenversicherung steuerlich gefördert.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft berufsständischer Versorgungseinrichtungen e.V. (ABV)

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