Künstlersozialkasse

Die Künstlersozialkasse hat zwei Funktionen: Sie ist zuständig für die Sozialversicherung von selbständigen Künstlern und Publizisten. Und sie zieht die Künstlersozialabgabe von Unternehmen ein.

Sozialversicherung für Künstler und Publizisten

Über die Künstlersozialkasse (KSK) werden selbständige Künstler und Publizisten gesetzlich renten-, kranken- und pflegeversichert. Es handelt sich um eine Pflichtversicherung. Das heißt, wer die Voraussetzungen für die Aufnahme in die KSK erfüllt, muss sich dort auch versichern.

Die Künstlersozialkasse (KSK) meldet Künstler und Publizisten bei ihrer jeweiligen Kranken- und Pflegekasse und der gesetzlichen Rentenversicherung als KSK-Versicherte an. Die Versicherten zahlen ihre Kranken- (gesetzlich oder privat), Pflege- und Rentenversicherungsbeiträge an die KSK, die die Beiträge an die zuständigen Träger weiterleitet. Der besondere Pluspunkt der Künstlersozialversicherung ist: Die Versicherten zahlen - wie ein Arbeitnehmer - nur etwa die Hälfte der Versicherungsbeiträge. Den anderen Beitragsanteil trägt die Künstlersozialkasse.

Einzugsstelle für Künstlersozialabgabe

Jedes Unternehmen, das den Absatz künstlerischer oder publizistischer Leistungen fördert oder regelmäßig von Künstlern oder Publizisten erbrachte Werke oder Leistungen für das eigene Unternehmen nutzt, muss eine Künstlersozialabgabe an die Künstlersozialkasse abführen.

Zu den abgabepflichtigen Unternehmen gehören beispielsweise

  • Werbeagenturen,
  • Verlage,
  • Galerien,
  • Ausbildungseinrichtungen usw.

Der Abgabesatz beträgt für das Jahr 2017 4,8 Prozent. Bemessungsgrundlage der Künstlersozialabgabe sind alle in einem Kalenderjahr an selbständige Künstler und Publizisten gezahlten Entgelte (§ 25 KSVG). Bei den Entgelten kann es sich um Honorare, Gagen, Lizenzen, Tantiemen, Ankaufpreise und andere Formen der Bezahlung handeln.

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