Reisebranche

In der Reisebranche lassen sich viele Gründerinnen und Gründer als spezialisierte Reiseveranstalter nieder und bieten beispielsweise Ferienhäuser in Osteuropa, Motorradreisen in den USA oder Sport- und Wellness-Aufenthalte an.

Gründungsberater weisen allerdings darauf hin, dass sich angehende Reiseveranstalter ihre Zielgruppe oft nicht richtig ansehen. Ihnen fehlen wichtige Marktinformationen. Dazu gehören nicht nur Beruf, Freizeitverhalten, Alter, sozialer Status und das Wissen um bevorzugte Reiseziele. Um wirklich ins Schwarze zu treffen, muss man die mentalen Faktoren berücksichtigen, die das Konsumenten- und Freizeitverhalten ausmachen. Kurz gesagt: Gründerinnen und Gründer müssen wissen, wie ihre Kunden ticken. Sie sollten daher ihre Kunden - und natürlich auch die Konkurrenten - im Rahmen einer Marktanalyse genau unter die Lupe nehmen.

Branche kennen und kaufmännisches Einmaleins beherrschen

Was darüber hinaus oft unterschätzt wird, sind die kaufmännischen Kenntnisse und das Branchen-Know-how. Reiseveranstalter müssen in der Lage sein, die Zahl der Teilnehmer realistisch zu kalkulieren. Das heißt, sie müssen auf Grund von Branchenerfahrungen wissen, wie viele Plätze im Durchschnitt verkauft werden. Dabei müssen sie auch Auftragsstornierungen berücksichtigen. Gerade in der Anlaufzeit heißt es: Lieber vorsichtig kalkulieren, denn schließlich baut darauf die Preiskalkulation auf.

Saisonstart berücksichtigen

Eine wichtige Rolle spielt auch der Eröffnungstermin. Die meisten Reiseveranstalter hängen entweder von der Sommer- oder der Winterreisesaison ab. Das Angebot dafür muss mindestens ein halbes Jahr vor dem Saisonstart auf den Markt. Wer beispielsweise Snowboard-Reisen in den Pyrenäen anbietet, muss also ein halbes Jahr vorher Kontingente von Reiseverkehrsunternehmen kaufen, muss Hotelbetten reservieren, Werbung treiben usw.

Crossmarketing nutzen

Viele Reiseveranstalter bieten ihre Reisen direkt über Zeitschriften, Tageszeitungen oder das Internet an. Die Fülle an Angeboten macht es allerdings schwierig, das eigene Angebot hervorzuheben. Eine Möglichkeit bietet das so genannte Crossmarketing. Beispiel: Ein Anbieter von Reiterferien in Andalusien platziert sein Angebot nicht nur auf der eigenen, sondern auch auf der Internetseite eines deutschen Weinhändlers, der spanische Weine anbietet.

Beratung und Information nutzen

Hilfestellung für Gründerinnen und Gründer im Tourismus bieten Informationen des Deutschen ReiseVerbandes (DRV) und der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT). Ein "Muss" ist die Recherche in Fachzeitschriften sowie auf den Internetseiten der Zielgebiete und natürlich auf Messen. Allen voran die Internationale Tourismus Messe (ITB) in Berlin. Darüber hinaus sollten die Hilfestellung eines Steuerberaters und der IHK nicht fehlen.

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