Einzelhandel

Viele Gründerinnen und Gründer starten mit einem Einzelhandelsunternehmen in die Selbständigkeit.

Ein Einzelhandelsgeschäft können Sie mit einer eigenen Geschäftsidee neu eröffnen. Oder Sie übernehmen als Franchisenehmer ein erprobtes Unternehmenskonzept. Eine weitere Möglichkeit im Einzelhandel zu starten, bietet die Übernahme eines bestehenden Geschäfts. In der bundesweiten nexxt-change-Unternehmensbörse finden Sie zum Beispiel Einzelhandelsgeschäfte, die einen Nachfolger suchen.

Gewerberecht beachten

Wer ein Handelsunternehmen gründen will, muss nach dem Gewerberecht in aller Regel keine besonderen Qualifikationen nachweisen. Ausnahmen sind z.B. der Handel mit Waffen, mit freiverkäuflichen Arzneimitteln oder bestimmten Tieren: Hier müssen Gründerinnen und Gründer je nachdem die persönliche Zuverlässigkeit sowie sachliche und/oder fachliche Voraussetzungen mitbringen und gegenüber der Industrie- und Handelskammer nachweisen.

Kompetenzen mitbringen

Neben der persönlichen Eignung benötigen Gründerinnen und Gründer Fachkenntnisse über die Handelsware, Branchenkenntnisse (Wie wird sich der Markt für bestimmte Waren entwickeln?) sowie kaufmännisches Wissen (Wie werden Kosten berechnet? Wie werden Preise kalkuliert?). Daneben sind gerade in kleineren Geschäften aber auch kommunikative Fähigkeiten im Umgang mit den Kunden und soziale Kompetenz gefragt.

Investitionen und Finanzierung

Die Einrichtung eines neuen Einzelhandelsgeschäftes ist in der Regel nicht billig. Ladenbau-Unternehmen rechnen nur für die Möbel mit mindestens 300 bis 400 Euro pro Quadratmeter Verkaufsfläche. Häufig fallen noch zusätzliche Investitionen an: für Boden, Wand und Decke, Beleuchtung, Sicherheitsanlagen, Ladentechnik, Servicegeräte und Werkzeuge, Außenwerbung, Dekorationen oder Fahrzeuge. Nicht zu vergessen das Warenlager. Das hierfür erforderliche Kapital sollte unbedingt langfristig finanziert werden, da ansonsten Liquiditätsschwierigkeiten drohen. Informieren Sie sich daher über geeignete Förderprogramme.

Typisch Einzelhandel:

  • Geringe Gewinnmarge

    Im Einzelhandel steht immer eine entscheidende Frage im Mittelpunkt: Wie viel ist der Konsument bereit, für ein Produkt und eine Leistung zu zahlen? Gründerinnen und Gründer im Einzelhandel sollten das Konsumverhalten und die finanzielle Schmerzgrenze ihrer zukünftigen Kunden kennen. Beachten Sie: Die Gewinnmargen sind im Handel zum Teil sehr klein. Versuchen Sie daher, Ihre Kosten so weit wie möglich zu reduzieren. Das gilt in erster Linie für die Beschaffung. Nicht umsonst lautet eine alte Händlerweisheit: Der Gewinn wird im Einkauf gemacht.

  • Attraktiver Standort

    Immer weniger Verbraucher nehmen lange Wege in Kauf. Ideal sind folglich Innenstadtstandorte, die mit dem Auto oder zu Fuß gut erreichbar sind. Diesen Trend beflügelt zudem, dass immer mehr Kunden immer älter werden und Einkaufmöglichkeiten in der Nähe bevorzugen. Zeitknappheit und Bequemlichkeit der Verbraucher begünstigen zudem Standorte, die eine spontane Kaufgelegenheit anbieten: z.B. Einkaufszentren, in denen Kunden mehrere Einkäufe "in einem Aufwasch" erledigen können.

  • Verschiedene Produktwelten

    Manufakturen und Concept-Stores, also Geschäfte, die unterschiedliche Produktwelten vereinen, gewinnen an Bedeutung. Deutlich wird dieser Trend etwa am wachsenden Erfolg von Möbel- und Einrichtungshäusern im gehobenen Segment, die Möbel, Textilien, Porzellan und Geschirr zusammen anbieten und ihre Umsätze so deutlich steigern können.

  • Multi-Channel-Handel

    Nutzen Sie alle Möglichkeiten des stationären und des Online-Geschäfts und stimmen sie beide aufeinander ab. Sogenannte Multi-Channel-Händler, die neben ihrem stationären Geschäft auch noch einen Online-Shop betreiben sind derzeit besonders erfolgreich.

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