Controlling zu Umsatz, Kosten, Gewinn

Für das Controlling in (Klein-)Unternehmen stehen Ihnen Standardinstrumente zur Verfügung.

Einige dieser Instrumente sind Pflicht für bestimmte Unternehmen (A). Andere sollten Sie unbedingt einsetzen (B). Wieder andere können Sie bei Bedarf nutzen, um spezielle Fragen zu beantworten (C).

Themen

B: Deckungsbeitragsrechnung und Break-Even-Analyse

Die Deckungsbeitragsrechnung zeigt, in welchem Umfang z.B. ein Produkt oder ein Kunde zur Deckung der Kosten beitragen.

Der Deckungsbeitrag bezeichnet den Betrag, den ein Produkt bzw. eine Dienstleistung zur Deckung der Fixkosten in Ihrem Unternehmen leistet. Um diesen Betrag errechnen zu können, müssen Sie wissen, welchen Anteil fixe und variable Kosten bei der Herstellung eines Produkts bzw. bei der Erbringung einer Dienstleistung haben. Fixkosten sind die Kosten, die gleichbleiben, ganz gleich wie viel Sie produzieren bzw. wie häufig Sie eine Dienstleistung erbringen. Variable Kosten hingegen sind abhängig von der Produktionsmenge bzw. Anzahl der erbrachten Dienstleistungen. Für einen Bäcker gehören die Ladenmiete sowie die Kosten für das fest angestellte Personal zu den fixen Kosten, die Ausgaben für die Zutaten und Aushilfskräfte zu den variablen Kosten.

Den Deckungsbeitrag für ein Produkt bzw. eine Dienstleistung berechnen Sie, indem Sie die variablen Kosten, die das Produkt bzw. die Dienstleistung verursacht, vom Umsatz, der mit dem Produkt bzw. der Dienstleistung erzielt wird, abziehen. Bei einem Deckungsbeitrag von Null erwirtschaften Sie mit Ihrem Produkt/Ihrer Dienstleistung gerade die variablen Kosten, die verursacht werden. In diesem Fall haben Sie die absolute Preisuntergrenze erreicht. Da immer auch fixe Kosten anfallen, können Sie diese Preisuntergrenze nur kurzfristig halten oder müssen mit anderen Produkten ausreichende Deckungsbeiträge erzielen.
Generell gilt: Ein Produkt bzw. eine Dienstleistung ist erst dann aus dem Angebot zu streichen, wenn die Umsatzerlöse (pro Stück) nicht mehr die variablen Kosten decken, d.h. das Produkt/die Dienstleistung einen negativen Deckungsbeitrag erzielt und somit nicht mehr zur Deckung der fixen Kosten beiträgt. Eines ist klar: Je höher die Deckungsbeiträge

Die Break-Even-Analyse ergänzt die Deckungsbeitragsrechnung. Mit ihrer Hilfe lässt sich berechnen, wann man die Gewinnschwelle erreicht, also alle Kosten gedeckt sind. Der Break-Even-Punkt zeigt an, ab welcher Absatzmenge alle Kosten gedeckt sind.