Werkvertrag

Bei einem Werkvertrag verpflichten Sie sich, eine Leistung gegen eine festgelegte Bezahlung zu erbringen.

Werkverträge kommen zustande, wenn zum Beispiel ein Bauunternehmen ein Haus baut, ein Tischler einen Schrank herstellt oder eine Softwarefirma eine bestimmte Software für ein Unternehmen entwickelt.

In der Praxis sind sich Auftraggeber und Auftragnehmer nicht immer einig darüber, ob das geschaffene Werk ordnungsgemäß erstellt wurde und die vereinbarten Eigenschaften besitzt. Wenn nicht, ist der „Werksunternehmer“ verpflichtet, auf seine Kosten Nachbesserungen vorzunehmen. Es sei denn, der Aufwand hierfür steht in einem Missverhältnis zum Gesamtwerk.

Der Auftraggeber kann folgende Forderungen stellen:

  • Nachbesserung durch den Auftragnehmer und „Zurückbehaltungsrecht“ hinsichtlich eines Teils des Werklohnes, bis die Nachbesserung durchgeführt ist. Bei diesem „Nacherfüllungsanspruch“ steht dem Unternehmer allerdings das Wahlrecht zu, ob er den Mangel beseitigen will oder das mangelhafte Werk neu herstellt
  • Eigennachbesserung durch den Auftraggeber, für die der Auftragnehmer die Kosten zu tragen hat
  • Nachbesserung durch Drittunternehmer, für die der Auftragnehmer die Kosten zu tragen hat
  • Minderung (Herabsetzung) der Vergütung, wenn nicht nachgebessert worden ist
  • Rückgängigmachung des Vertrages
  • Schadenersatz wegen Nichterfüllung

Die Rechte des Auftraggebers bestehen dabei zum Teil nebeneinander.

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