Lohn & Gehalt

Wie berechne ich das Gehalt meines zukünftigen Mitarbeiters? Als junger Unternehmer weiß man nicht immer, was auf einen zukommt. Wir stellen Ihnen daher hier ein Beispiel für eine Gehaltsberechnung vor:

Ein Arbeitgeber bietet einem Bewerber ein Brutto-Gehalt in einer bestimmten Höhe an. Dieses Brutto-Gehalt besteht aus (Stand: 2017):

Arbeitnehmeranteil-Sozialversicherungsbeiträge:
7,3 % Krankenversicherung (allg. Beitragssatz), 7 % (ermäßigter Beitragssatz)
einkommensabhängiger Zusatzbeitrag wird durch KV festgelegt
9,35 % Rentenversicherung
1,5 % Arbeitslosenversicherung
1,275 % Pflegeversicherung (in Sachsen: 1,775 %)
0,25 % PV-Zuschlag für Kinderlose ab d. 23. Lebensjahr
+ Lohnsteuer je nach Steuerklasse und Einkommen
+ Netto-Gehalt
= Brutto-Gehalt

Der Arbeitnehmeranteil der Sozialversicherungsbeiträge sowie die Lohnsteuer beziehen sich jeweils auf das vorgesehene Brutto-Gehalt. Um festzustellen, wie hoch die Gesamtbelastung für ein Gehalt ist, muss der Arbeitgeber zum Brutto-Gehalt noch den Arbeitgeberanteil der Sozialversicherungsbeiträge addieren:

Brutto-Gehalt
+ Arbeitgeberanteil der Sozialversicherungsbeiträge (Prozentzahlen beziehen sich auf Brutto-Gehalt):
7,3 % Krankenversicherung (allg. Beitragssatz), 7 % (ermäßigter Beitragssatz)
9,35 % Rentenversicherung
1,5 % Arbeitslosenversicherung
1,275 % Pflegeversicherung (PV) (in Sachsen: 0,775 %)
= Gesamtbelastung für Arbeitgeber

Allein vom Arbeitgeber sind zu tragen:

Die sogenannte Beitragsbemessungsgrenze stellt das maximale Bruttoeinkommen dar, das bei der Berechnung des Rentenversicherungsbeitrags berücksichtigt wird. Der Einkommensanteil, der über diesem Grenzbetrag liegt, bleibt beitragsfrei. Für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung beläuft sich die Höchstgrenze zur Berechnung der Beiträge (Beitragsbemessungsgrenze) auf ein monatliches Bruttoeinkommen von 4.350 Euro (Ost und West). Für die Renten- und Arbeitslosenversicherung beträgt die monatliche Beitragsbemessungsgrenze 6.350 Euro (West) und 5.700 Euro (Ost).

  • 0,09 % Insolvenzgeldumlage
  • U1 – Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall (für Unternehmen, die nicht mehr als 30 Mitarbeiter regelmäßig beschäftigen). Höhe der Umlage legt die Satzung der jeweiligen Krankenkasse fest.
  • U2 – Mutterschaftsaufwendungen. Höhe der Umlage legt die Satzung der jeweiligen Krankenkasse fest.
  • Beitrag zur gesetzlichen Unfallversicherung wird an die zuständige Berufsgenossenschaft abgeführt. Beitragshöhe hängt von der jeweiligen Gefahrenklasse ab.

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Infotelefon

Mindestlohn-Hotline des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales
Tel.: 030 60280028
Montag bis Donnerstag von 8:00 bis 20:00 Uhr