Arbeitsverhältnisse

Ob Minijobber oder Vollzeit-Arbeitskräfte: Als Arbeitgeber stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, um Mitarbeiter zu beschäftigen.

Bitte beachten Sie, dass Sie unabhängig von der Art des jeweiligen Arbeitsverhältnisses, zunächst eine Betriebsnummer beim Betriebsnummern-Service (BNS) der Bundesagentur für Arbeit beantragen.

Minijobs

Minijobber erhalten ein regelmäßiges Arbeitsentgelt, das monatlich 450 Euro nicht überschreitet. Als Arbeitgeber melden Sie Ihre(n) Minijobber bei der Minijob-Zentrale der Knappschaft-Bahn-See und bei der gesetzlichen Unfallversicherung (Berufsgenossenschaft) an. Außerdem entrichten Sie monatlich eine Pauschale (u.a. zur Renten- und Krankenversicherung) an die Minijob-Zentrale.

Auch für Minijobber gilt der gesetzliche Mindestlohn von 8,84 Euro je Stunde: Bei einem maximalen Arbeitsentgelt von 450 Euro ergibt sich für sie eine maximale Arbeitszeit von 50,9 Stunden pro Monat. Laut § 17 Mindestlohngesetz sind Arbeitgeber von Minijobbern verpflichtet, Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit aufzuzeichnen. Weitere Informationen dazu sowie ein Muster-Formblatt bietet die Minijob-Zentrale an.

Kurzfristige Minijobs

Wenn Sie das Beschäftigungsverhältnis von vornherein auf nicht mehr als zwei Monate oder insgesamt 50 Arbeitstage im Kalenderjahr begrenzen, handelt es sich um einen kurzfristigen Minijob. Weitere Informationen erhalten Sie bei der Minijob-Zentrale.

Beschäftigung in der Gleitzone

Für Arbeitnehmer in der sogenannten Gleitzone beträgt das monatliche Arbeitsentgelt zwischen 450,01 Euro und maximal 850 Euro. Während Arbeitnehmer in der Gleitzone einen reduzierten Sozialversicherungsbeitrag zahlen, trägt der Arbeitgeber den vollen Beitragsanteil. Weitere Informationen dazu bietet die Minijob-Zentrale.

Teilzeitarbeit

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben in Betrieben mit mehr als 15 Arbeitnehmern (Voll- oder Teilzeit-, aber ohne Auszubildende) Anspruch auf Teilzeitarbeit. Voraussetzung: Das Arbeitsverhältnis besteht bereits länger als sechs Monate. Ausnahmen bei Beeinträchtigungen des Betriebs, unverhältnismäßigen Kosten. Nähere Informationen zu den verschiedenen Regelungen finden Sie im Teilzeit- und Befristungsgesetz sowie in der BMAS-Broschüre „Teilzeit – alles, was recht ist“.

Befristete Arbeitsverhältnisse

Bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen kann ein Arbeitsvertrag auch für eine bestimmte Zeit abgeschlossen werden. Nähere Informationen zu den verschiedenen Regelungen finden Sie im Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) sowie in der BMAS-Broschüre „Teilzeit – alles, was recht ist“.

Leih- bzw. Zeitarbeitsverhältnis

Leiharbeitskräfte werden über Zeitarbeitsfirmen vermittelt. Beachten Sie dazu bitte die Neuregelungen im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz, die ab 1. April 2017 in Kraft treten. Lassen Sie sich dazu von Ihrer Industrie- und Handelskammer oder Handwerkskammer beraten.

Vollzeitarbeitsverhältnis

Es handelt sich um ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis und beinhaltet die gesamte Arbeitszeit des Arbeitnehmers.

Vorsicht Scheinselbständigkeit

Wenn Sie Aufgaben an einen sog. „freien“ Mitarbeiter vergeben, sollten Sie sicherstellen, dass dieser im unternehmerischen Sinne tatsächlich selbständig ist. Liegt dagegen eine Scheinselbständigkeit vor, laufen Sie Gefahr, dass Sie (rückwirkend) gemeinsam mit Ihrem „freien“ Mitarbeiter Beiträge an die gesetzliche Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung zahlen müssen.

Artikel bewerten

Ihre Meinung ist uns wichtig. Bitte bewerten Sie diesen Artikel.

Artikelbewertung*

Bitte begründen Sie Ihre Bewertung und helfen Sie uns bei der Verbesserung des Existenzgründungsportals.

Gründe für eine neutrale oder negative Bewertung

Zum Creative Commons Lizenzvertrag - öffnet sich in einem neuem Fenster

Der Artikeltext auf dieser Seite steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland Lizenz.