Anregungen von Mitarbeitern und Kunden

Ausgangspunkt und Anregungen für Innovationen können auch die eigene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sein, die Veränderungen und die Verbesserung bestehender Zustände von sich aus anregen und Veränderungsprozesse dann bereitwillig unterstützen. Unbezahlbar ist zudem, wenn Kunden auf den Punkt bringen, was genau sie sich von Ihnen wünschen.

Betriebliches Vorschlagswesen

Dazu, solche Veränderungs- und die Verbesserungsvorschläge zusammenzutragen, dient das betriebliche Vorschlagswesen. Es kann ganz verschiedene Wege gehen. Wichtig ist in jedem Fall: Vorschlagswesen ist Chefsache. Initiative, Engagement und der „lange Atem“ müssen von Ihnen ausgehen. Zu Ihren Aufgaben gehört es, Impulse zu geben und ein Kreativität förderndes Klima zu ermöglichen.
Betriebliches Vorschlagswesen

Erfahrungen und Kompetenzen ermitteln

Gute und schlechte Erfahrungen von Mitarbeitern und Kunden lassen sich mit einer Reihe von Kommunikationstechniken zusammentragen.

Misserfolge auswerten, um Fehlerwiederholungen zu vermeiden und Verbesserungspotenziale aufzudecken (ohne Schuldzuweisungen)

  • Regelmäßige Teamgespräche im Sinne einer Manöverkritik: „Was läuft gut, was weniger gut?“
  • Im Rahmen von Betriebsversammlungen über Fehler und Misserfolge berichten, aus denen das Unternehmen wichtige Entwicklungsimpulse gewinnen konnte („Fehler des Monats/Jahres“)
  • Ermutigen der Beschäftigten (Fehler als Chance sehen): Fehler werden als Teil des gemeinsamen Lernens angesehen
  • Beschäftigte ermutigen, ungewohnte Lösungswege zu entwickeln, die zunächst einmal auch risikohaltig sein können

Verfahren, um die Ideen der Mitarbeiter zu erfassen und für die weitere Entwicklung berücksichtigen

  • Ideenboard/Intranet
  • Tagesordnung für jedes Teamgespräch
  • Bestandteil des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses mit Extrapunkt „Neue Ideen“
  • Bestandteil von Personalgesprächen

„Verborgene“ Fähigkeiten der Mitarbeiter, die als Innovations-Quellen nützlich sein könnten

  • Frühere berufliche Erfahrungen
  • Spezielle Qualifizierungen
  • Kompetenzen aus Freizeittätigkeiten (wie Vereine, Politik, Initiativen, Kultur, soziales Engagement)
  • Spezielle Interessen (wie Umweltschutz, Technologien, Schreiben von Blogs)
  • IT-Kompetenzen

Möglichkeiten, um von „verborgenen“ Fähigkeiten zu erfahren

  • Lebenslauf/Personalinformationssystem (spezielle Qualifizierungen, Erfahrungen, Fähigkeiten)
  • Mitarbeitergespräche
  • Teamgespräche
  • „Flurfunk“

Kundenwünsche

Viele Innovationen dienen dem Zweck, Kundenwünsche (besser) bedienen zu können. Um diesen auf die Spur zu kommen, gibt es diverse Möglichkeiten.

  • Kundenzufriedenheit erfassen/Kundenbefragungen
  • Auswertung erforderlicher Service- und Wartungsarbeiten
  • Kundengespräche/Kunden-Workshops
  • Ideenwettbewerb für ein neues Produkt
  • Kunden bei Produkt-Entwicklungen einbeziehen (z.B. bei der Finanzierung eines Angebots durch Crowdfunding)
  • Reklamationen (die sind zwar unbeliebt, werden von Beratungsexperten aber als kostenlose Unternehmensberatung gepriesen)

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