Design Thinking

Design Thinking ist eine Methode, mit der sich unternehmerische Ideen entwickeln und Kundenprobleme lösen lassen.

Beim Design Thinking werden Problemstellungen und Lösungsansätze aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und bewertet. Ideen werden so lange gesucht, getestet, verworfen und verbessert, bis die bestmögliche Problemlösung für den/die Kunden gefunden ist. Wichtig ist dabei, konsequent Schritt für Schritt vorwärts - und ggf. rückwärts - zu gehen.

Stufe 1: Verstehen - Aufgabe beschreiben

Erst wenn Sie wissen, wo Sie starten und welches Ziel Sie erreichen möchten, sollten Sie sich auf den Weg machen. Fest steht: Es geht immer um ein bestimmtes Produkt oder eine bestimmte Dienstleistung, das bzw. die verbessert oder neu entwickelt werden soll.

Frage: Was genau soll verbessert oder neu entwickelt werden?

Stufe 2: Beobachten - umfassend recherchieren

Das Projektteam trägt alle verfügbaren Informationen über die Kunden und deren Wünsche zusammen. Dazu gehören Zahlen, Daten, Projektberichte, Fotos, Beobachtungen, Filme und auch früher verworfene Ideen.

Frage: Was müssen und können wir über die Kundenwünsche erfahren?

Stufe 3: Schlüsse ziehen - Ideen finden

Alle Beobachtungen der Teammitglieder müssen ausgewertet und zusammengeführt werden. Dabei sollten alle Beteiligten die Wünsche eines typischen Kunden vor Augen haben. Anschließend geht es darum, ein verbessertes oder neues Angebot zu entwickeln. Bei der Ideenfindung können Sie im Team ggf. Kreativitätstechniken nutzen.

Fragen: Welche Wünsche hat der Kunde? Warum erfüllen die bisherigen Angebote diese Wünsche nicht? Wie lassen sie sich erfüllen?

Stufe 4: Ideen formen - Prototypen entwickeln

Zu den Ideen sollten Sie einfache Modelle „basteln“, auch wenn sie noch so unfertig ausfallen. Diesen Prototyp können Sie – natürlich nur begrenzt – testen. Dies ist nach aller Erfahrung die produktivste Phase der Design-Thinking-Methode. Hier lässt sich schnell aus Fehlern lernen, geeignete Ideen können identifiziert werden.

Fragen: Funktioniert die Idee? Funktioniert der Prototyp im Vortest so, wie er soll? Wie kann er verbessert werden?

Stufe 5: Ideen überprüfen - Prototypen testen

Wenn Sie sich darauf verständigt haben, eine oder mehrere Ideen tatsächlich weiter zu verfolgen, müssen professionelle Prototypen für Produkte oder Dienstleistungen hergestellt werden. Sie müssen die praktische Anwendung bestehen und in der Zielgruppe getestet werden. Feedbacks – auch negative – sind wichtig und erwünscht. Sie dienen dazu, Produkte oder Dienstleistungen zu verbessern und zu verfeinern, bis ein optimales, nutzerorientiertes Angebot entstanden ist. Dafür kann es nötig sein, mehrfach zwei Schritte zurückzugehen und zusätzliche Ideen zu entwickeln. Mit jeder „Runde“ wird das Ergebnis immer besser.

Fragen: Funktioniert die Idee? Funktioniert der Prototyp in der praktischen Anwendung? Wie kann er verbessert werden?

Interdisziplinäres Team

Um die Methode Design Thinking möglichst effektiv einzusetzen, hat sich nach aller Erfahrung ein interdisziplinär zusammengesetztes Projektteam bewährt. Es sorgt dafür, dass ein Problem aus vielen verschiedenen Perspektiven unter die Lupe genommen wird. Unternehmen können zu diesem Zweck beispielsweise hausintern Mitarbeiter aus Produktion, Marketing und Vertrieb zu einer Projektgruppe zusammenschließen. Besonders belebend können auch fachfremde Teilnehmer wirken. Das Team sollte nicht mehr als zehn Personen umfassen.

Anregendes Umfeld

Für den Erfolg entscheidend ist auch das Umfeld. Die Projektarbeit sollte nicht in sterilen Konferenzräumen durchgeführt werden, sondern in einer Umgebung, die kreatives Arbeiten im Stehen, Schreiben, Sitzen oder sogar Liegen anbietet.

Tipp: Einen speziellen Raum nur für die Projektgruppe reservieren und Recherchen so oft wie möglich außerhalb des Unternehmens durchführen.

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